Die Galerie ada eröffnete das Ausstellungsjahr 2026 mit einer besonderen Schau: unter dem Titel „that‘s my way“ präsentieren die beiden Bildhauer Karl Ulrich Nuss (Strümpfelbach-Weinstadt) und Volkmar Kühn (Gera) ihre Bronzearbeiten.
Im Mittelpunkt der Ausstellung, die von Bildhauerin Eva Skupin kuratiert wird, stehen eindrucksvolle Tier-Mensch-Plastiken, die auf eindringliche Weise die Verbindung zwischen Natur und menschlicher Existenz thematisieren.
Die Ausstellung verspricht nicht nur einen faszinierenden Einblick in das Schaffen zweier bedeutender Künstler, sondern auch ein intensives Erlebnis für alle Besucherinnen und Besucher.
Die Ausstellung entfaltet ihre Wirkung nicht nur im stillen Dialog zwischen Werk und Betrachter, sondern auch in den Gesprächen, die sie anstößt. Um diesen Resonanzraum zu erweitern, begleitet ein sorgfältig kuratiertes Programm die Ausstellung.
Begleitprogramm
Drei Veranstaltungen im Rahmen der Jüdisch-israelischen Kulturtage Thüringens finden in der städtischen Galerie ada statt. Weiterführende Informationen und Tickets finden Sie unter http://www.juedische-kulturtage-thueringen.de.
12. März 2026 | 19 Uhr | Eine musikalische Weltreise
Begeben Sie sich am Donnerstag, den 12. März um 19 Uhr in der städtischen Galerie ada auf eine musikalische Weltreise: eine Klarinettistin aus Jerusalem trifft in Hamburg, bei einer Jamsession für brasilianische Folklore, eine in Kyiv geborene Sängerin und Multiinstrumentalistin, die einer jüdischen Musikerfamilie entstammt.
Sie gründen das Nedudim Project und erkunden darin intensiv ihre israelischen und ukrainischen Wurzeln, genauso wie die reichen Musiktraditionen aus Lateinamerika und dem Balkan. (Das Hebräische Nedudim heißt „Wanderungen“.)
Gemeinsam mit Szilvia Csaranko am Akkordeon, seit Jahren eine der Protagonistinnen der Klezmerszene, entwickeln sie ein buntes Programm aus ukrainischen, jiddischen, israelischen und sephardischen Liedern, Klezmer- und Balkanmusik, Folklore aus Brasilien und den Kapverden sowie Eigenkompositionen – mal mitreißend, mal schwermütig, stets mit viel Gefühl, femininer Energie und großem Know-how.
Kateryna Ostrovska (DE/UA): Gesang, Gitarre
Noam Carmon (DE/IL): Klarinette
Szilvia Csaranko (DE/HU): Akkordeon
Preise
VVK: 11,10€/8,90€ erm.
Abendkasse: 12 €/10 € erm.
19. März 2026 | 19 Uhr | Shalom zusammen!
Das im Februar 2025 erschienene Buch erzählt von der großen Identitätskrise und -findung der in Frankfurt (Oder) aufgewachsenen Autorin und Aktivistin: Jahrgang 2000, geboren in der Ukraine und als sog. Kontingentflüchtling mit drei Jahren nach Deutschland gezogen, ist ihre Kindheit geprägt vom russischsprachigen jüdischen Gemeindeleben in der neuen Heimat, aber auch von der steten Warnung, man dürfe das Jüdischsein nicht offen zeigen.
Als junge Frau entscheidet sie sich, das alles auf den Kopf zu stellen und erkämpft sich nach und nach ihre ganz eigene jüdische Persönlichkeit – und zwar queer-feministisch und liberal!
Auf oy_jewish_mamma, ihrem Instagram-Kanal, betreibt sie Aufklärungsarbeit in Sachen jüdisches Leben in Deutschland hier und jetzt; mit überfälligen Klischee-Vorstellungen wird aufgeräumt und auch die deutsche Erinnerungskultur kommt nicht ungeschoren davon.
Ihr Erfolg zeigt, welch Potential in einem so locker-alltäglichen Zugang steckt: es herrscht akuter Gesprächsbedarf. Kommen Sie ins Gespräch am Donnerstag, den 19. März um 19 Uhr in der städtischen Galerie ada Meiningen.
Eintritt frei. Spenden erbeten.
22. März 2026 | 14 Uhr | Basteln zu Purim und Pessach
(Der Workshop findet im Rahmen der Jüdisch israelischen Kulturtage Thüringen statt.)
In diesem kreativen Workshop am 22. März ab 14 Uhr können Kinder und Erwachsene jüdische Feste und Bräuche auf spielerische und handwerkliche Weise in der städtischen Galerie ada entdecken.
Das fröhliche Purim, der ausgelassenste jüdische Feiertag, wird durch gemeinsames Basteln, Gestalten und Ausprobieren lebendig und nachvollziehbar.
Ebenso widmen wir uns dem großen Pessachfest, das sich über eine ganze Woche erstreckt und viele alte Traditionen bereithält, die sich in der praktischen Umsetzung wunderbar vermitteln lassen.
Eintritt frei. Spenden erbeten.
26. März 2026 | 18 Uhr | Multimediale Lesung „Deckname Antenne“ mit Autor Eberhard Schellenberger
(Veranstalter: Stiftung Naturschutz Thüringen & Thüringer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)
Das deutsch-deutsche Zusammenleben begleitet den Würzburger Journalisten Eberhard Schellenberger, Jahrgang 1957, privat und als langjährigen BR-Reporter ein ganzes Leben lang und wurde zu seinem journalistischen „Lebensthema“.
Schon bei seiner ersten, privaten Einreise in die DDR im Jahr 1984 legte die Stasi eine Akte über ihn an. Eng überwacht wurde er vor allem im Zuge der Verhandlungen zur Städtepartnerschaft Würzburg-Suhl.
Nach dem Mauerfall tauchten zwei Akten der Staatssicherheit über Schellenberger auf. Auf 400 Seiten fanden sich neben fast schon Skurrilem auch Nichtigkeiten und Belangloses, aber auch viel Perfides.
Daraus hat der Journalist das Buch „Deckname Antenne“ geschrieben. Zur multimedialen Lesung mit Eberhard Schellenberger wird am Donnerstag, den 26.03. um 18 Uhr in die städtische Galerie ada eingeladen.
Eintritt frei.
Die städtische Galerie ada ist von Mittwoch bis Sonntag und feiertags jeweils von 14 bis 19:30 Uhr für Besuchende geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 €. Weitere Informationen finden Sie unter www.meiningen.de/galerie-ada.
Zu Karl Ulrich Nuss:
Der Bildhauer wurde 1943 in Stuttgart geboren. Nach einer Ausbildung an der Staatlichen Höheren Fachschule für das Edelmetallgewerbe in Schwäbisch Gmünd, die er 1964 als Ziseleur abschloss, studierte er von 1964 bis 1966 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. Hans Wimmer.
Anschließend setzte er seine künstlerische Ausbildung von 1967 bis 1970 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei Prof. Bernhard Heiliger fort und wurde 1969 dessen Meisterschüler. Von 1972 bis 1979 lehrte er „Plastisches Gestalten“ an der Fachhochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd.
Seit 1970 arbeitet er als freischaffender Bildhauer in Strümpfelbach. Für sein künstlerisches Wirken wurde er 2004 zum Ehrenprofessor des Landes Baden-Württemberg ernannt und 2013 zum Ehrenbürger der Stadt Weinstadt.
Zu Volkmar Kühn:
Volkmar Kühn, 1942 im thüringischen Königsee geboren, absolvierte zunächst eine Lehre als Modelleur in einer Porzellanmanufaktur, bevor er von 1959 bis 1962 an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Leipzig in der Abteilung Plastik bei Helmut Chemnitz studierte.
Nach einer Tätigkeit als Tierpfleger in der Raubtierabteilung des Leipziger Zoos widmete er sich ab 1964 vollständig der freiberuflichen künstlerischen Arbeit. Seit 1968 ist er Mitglied des VBK Thüringen sowie des BBK.
Im selben Jahr zog er in die historische Kloster‑Schloss‑Anlage Mildenfurth in Wünschendorf, wo er bis heute lebt und arbeitet.



