Gastbeitrag von Julia Otto
Spannung, Rätsel und eine überraschende Botschaft: Die Sankt Ursulakirche in Kieselbach wurde zur Ermittlungszentrale.
Am Ostermontag verwandelte sich die Kirche in eine geheimnisvolle Ermittlungszentrale. Unter dem Titel „Dem Geheimnis auf der Spur“ erlebten zahlreiche Familien einen außergewöhnlichen Escape-Gottesdienst, der die Ostergeschichte auf spielerische und interaktive Weise erfahrbar machte.
Zu Beginn erhielten alle Kinder eine Lupe. Der Auftakt sorgte sofort für Aufsehen: Während das „Pink Panther Theme“ auf der Orgel von Wolfgang Niebling erklang, schlichen Franziska Freiberg und ihre Assistentin Eva mit Lupen durch die Kirche.
Als ‚Spezialeinheit‘ führten sie die 85 Teilnehmenden in einen mysteriösen Fall – das ‚Leere Grab‘: Ein massiver Felsbrocken war spurlos verschwunden, ein Siegel gebrochen – und das Wichtigste: Die Zielperson war nicht mehr da, wo sie sein sollte. Die zentrale Frage lautete: „Was ist an Ostern wirklich geschehen?“
Kinder und Erwachsene wurden zu Hilfsdetektiven. In den Bänken und im gesamten Kirchenraum der Sankt Ursulakirche versteckte Puzzleteile, Codes und Umschläge führten Schritt für Schritt zur Lösung.
Gemeinsam puzzelten die Kinder den Engel zusammen, der den drei Frauen am leeren Grab in der Ostergeschichte erschienen war.
Das zweite Rätsel bot Aufgaben für alle Altersgruppen: Bilderrätsel für die Kleinen, Zahlenrätsel für die Großen. Der Lösungssatz „Er ist nicht hier“ öffnete das zweite Schloss.
Nun waren wieder die Kinder an der Reihe: Im Kirchenschiff waren fünf gelbe und grüne Umschläge versteckt. Jeder Umschlag enthielt einen Buchstaben, die zusammen das Wort „LEBEN“ ergaben – damit war das dritte Rätsel gelöst. Als das letzte Schloss geöffnet wurde, offenbarte die Kiste schließlich ihr Geheimnis: das strahlende Osterlicht.
„Ostern zeigt uns, dass Gott der größte Entfesselungskünstler ist: Er ließ sich nicht von den Regeln des Todes aufhalten, sprengte das Grab von innen nach außen und schenkte neues Leben. Auch heute gibt es Momente, die sich wie verschlossene Schlösser anfühlen – Einsamkeit, Streit oder Angst.
Doch die Botschaft von Ostern lautet: Die Akte bleibt offen. Gott hinterlässt überall Spuren der Hoffnung, auch wenn wir sie nicht sofort sehen“, so Pfarrerin Franziska Freiberg.
Der Auftrag an die Gemeinde: Wir gehen nicht einfach nach Hause, sondern hinaus als Agenten der Hoffnung. „Haltet die Augen offen“, ermutigte Franziska Freiberg.
„Ein Lächeln zu schenken ist eine Spur des Lebens, Streit zu schlichten ist ein geknacktes Schloss, von Hoffnung zu erzählen ist Zukunft, die es wert ist, gelebt zu werden.“
Der Stein ist weg, das Osterlicht brennt, das Leben hat gewonnen. „Christus ist erstanden – er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!“, rief die Pfarrerin.
Besonders die Kinder waren mit großer Neugier und Begeisterung dabei, und viele Familien lobten, dass alle Generationen aktiv einbezogen wurden und Glauben, Spiel sowie Gemeinschaft auf besondere Weise verbunden wurden.
Im Anschluss rundete eine Osternestsuche die von Sibylle Kellner vorbereitet wurde vor der Sankt Ursulakirche den Vormittag ab.








