Beitrag von Martin Veltum
In einer Zeit, die weltweit von Unsicherheiten und dem Wunsch nach Frieden und Gemeinschaft geprägt ist, setzte die Klasse 9a der Rhön-Ulstertal-Schule Geisa ein starkes Zeichen: Mit einer feierlichen Osterandacht im Altenpflegeheim St. Elisabeth schufen die Jugendlichen einen Raum für Begegnung, Zuversicht und gelebte Nächstenliebe.
Die Schülerinnen Joline Mannel aus Bermbach und Lina Blum aus Schleid führten souverän durch die Andacht. Diese war geprägt von klassischen Elementen wie Fürbitten, gemeinsamen Gebeten und bekannten Liedern, darunter „Großer Gott, wir loben dich“, „Deinem Heiland, deinem Lehrer“ sowie „Groß sein lässt meine Seele den Herrn“.
Ein besonders verbindender Moment entstand, als alle Anwesenden gemeinsam das Vaterunser beteten.
Für die instrumentale Begleitung sorgte Pia-Marie Hohmann aus Spahl, die seit sieben Jahren Gitarre spielt und mit ihrem einfühlsamen Spiel wesentlich zur besonderen Atmosphäre beitrug.
Ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung setzten die Schülerinnen und Schüler mit der Übergabe selbst gestalteter Palmzweige, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern mit großer Freude entgegengenommen wurden.
Das gesamte Projekt wurde von den Jugendlichen im Religionsunterricht eigenständig vorbereitet und umgesetzt. Dabei übernahmen sie Verantwortung, organisierten Abläufe und gestalteten Inhalte selbstständig.
Religionslehrerin Katrin Hofmann unterstrich die pädagogische Bedeutung solcher Projekte: „Wenn junge Menschen erleben, dass ihr Engagement etwas bewirkt, stärkt das ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Sie übernehmen Verantwortung, entwickeln Empathie und wachsen persönlich an solchen Erfahrungen. Genau darin liegt ein wichtiger Beitrag schulischer Bildung – im Fördern und Fordern gleichermaßen.“
Die Schülerinnen und Schüler überzeugten durch ihr respektvolles Auftreten, ihre Offenheit und ihr spürbares Engagement, das von den Seniorinnen und Senioren dankbar aufgenommen wurde.
Im Anschluss an die Andacht öffneten sich die Räume für ein kreatives Begegnungsprogramm. In kleinen Gruppen betreuten die Jugendlichen verschiedene Bastel- und Mitmachstationen: von Holzarbeiten über das Gestalten von Osterbildern, Kerzen und Osterschmuck bis hin zu Spiel- und Erzählrunden.
Dabei entstanden zahlreiche Gespräche und persönliche Begegnungen, die den Vormittag lebendig und herzlich prägten.
Auch seitens der Einrichtung wurde das Engagement der Schülerinnen und Schüler besonders gewürdigt. Claudia Günther, Leitung der sozialen Betreuung, betonte die große Freude über den Besuch und hob hervor, dass die Osterandacht mit anschließendem Bastelangebot in der Tagespflege begeistert aufgenommen wurde.
Der Besuch sei für die Bewohnerinnen und Bewohner ein besonderes Highlight gewesen. Die Veranstaltung zeigt eindrucksvoll, wie gewinnbringend die Zusammenarbeit zwischen Schule und Pflegeeinrichtung ist.
Gerade in der Osterzeit wird deutlich: Hoffnung, Gemeinschaft und Menschlichkeit entfalten ihre größte Kraft dort, wo Menschen füreinander da sind und sich Zeit schenken.




































