Gastbeitrag von Andrea Dominik
Am Jesusbrünnlein im Zapfengrund unterhalb des Großen Hörselberges ist wieder sichtbar etwas in Bewegung gekommen: Der beliebte Rastplatz für Wanderer, idyllische Rückzugsort für Naturfreunde und stimmungsvolle Schauplatz für Waldgottesdienste am Kräutersonntag zeigt sich nun auch bei seiner Ausstattung wieder von seiner besten Seite.
Die Bänke am Waldrand wurden umfassend erneuert und laden Besucherinnen und Besucher ab sofort wieder zum Verweilen ein.
Das Jesusbrünnlein ist seit vielen Jahren ein besonderer Ort für Groß und Klein. Die dortigen Sitzgelegenheiten waren jedoch in die Jahre gekommen.
Zwar erwiesen sich die Betonkonsolen weiterhin als stabil, doch die hölzernen Sitzauflagen hatten unter Witterung, Feuchtigkeit, Hitze, Kälte und starker Nutzung deutlich gelitten. Das Holz war rau, zersplittert, teilweise fehlten einzelne Latten vollständig.
Dass die 16 Bänke nun wieder ein neues und vor allem langlebiges Gesicht erhalten haben, ist mehreren engagierten Akteuren zu verdanken, die mit großem Einsatz und viel Herzblut zusammengewirkt haben.
Landwirt Thomas Schnorr stellte unentgeltlich Eichenholz zur Verfügung und übernahm mit seiner Technik die notwendigen Transportarbeiten. Bäcker und Müller Mario Wolf brachte das Holz in seiner Hörselmühle ebenfalls kostenlos in die passende Form.
Die Ortswegewarte Jörg Dachsel aus Hörselberg-Hainich sowie Peter und Anita Enders aus Wutha-Farnroda sorgten anschließend ehrenamtlich für die weitere Bearbeitung und schließlich auch für die Montage der neuen Bankauflagen.
Mit ihrem Engagement leisten alle Beteiligten einen wertvollen Beitrag dazu, die Hörselberge als identitätsstiftenden Natur- und Kulturraum zu bewahren und weiter aufzuwerten. Es zeigt eindrucksvoll, was gemeinschaftliches Handeln und ehrenamtliches Engagement in der Region bewirken können.
Gerade mit Blick auf das künftige PremiumWanderrevier „Sagenhafte Hörselberge“ macht dieses Engagement Mut. In dem Gebiet entsteht derzeit ein Netz aus sieben Themenrouten, das die bedeutende Kulturregion ideenreich und zeitgemäß erlebbar machen soll.
Die Arbeiten daran laufen bereits. Nach Abschluss von Beschilderung und Ausgestaltung der Wege wird es auch künftig viele helfende Hände brauchen, um die nachhaltige Pflege der geplanten Erlebnisausstattung zu sichern.
Wer sich im Wanderrevier der Hörselberge engagieren oder als Wegepate einbringen möchte, kann sich gern bei den Gemeindeverwaltungen melden. Jede Unterstützung ist willkommen.



