Neuwahlen & strategische Ausrichtung: Caritas-Versammlung im Bistum Fulda

Gastbeitrag von Winfried Möller

Die Neuwahl von ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern, der Jahresbericht mit Entlastung des Vorstandes und die Zukunftsperspektive der Caritas im Bistum Fulda waren Schwerpunkte der Mitgliederversammlung des Caritasverbandes für die Regionen Fulda und Geisa.

Eingeladen als stimmberechtigte Mitglieder waren die Pfarreien und Fachverbände aus der Region Fulda und Geisa. Vorstandsvorsitzender Raimund Kind referierte den Jahresbericht 2024, der im Juni veröffentlicht wurde und auf der Caritas-Homepage heruntergeladen werden kann.

„Friede beginnt bei mir“, so das Jahresmotto 2024, bedeute, dass die Dienstgemeinschaft dafür eintrete, den Menschen unabhängig von Herkunft, Status, Geschlecht, sexueller Identität, Alter, Leistung oder Religion mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen, so der Vorsitzende.

Das zeige auch das differenzierte Angebot an Hilfen und Assistenzleistungen für benachteiligte Menschen, ohne jedoch die gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen aus dem Blick zu verlieren.

Die vielfältigen, differenzierten Angebote im Zentrum der Sucht- und Drogenhilfe, der Integrierten Wohnungslosenhilfe im Haus Jakobsbrunnen, der Jugendsozialarbeit in Geisa, in der ambulanten häuslichen Pflege, so wie den anderen sozialen Diensten ermöglichten allen Hilfesuchenden den Zugang zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Eigenständigkeit in der persönlichen Lebensführung.

Beispielhaft nannte er die Jugendsozialarbeit in Thüringen, deren Schwerpunkt auf der Förderung von Kindern und Jugendlichen zu mehr Eigenverantwortlichkeit und Demokratieverständnis liege.

Die Schuldner- und Insolvenzberatung habe mit 1269 Beratungsgesprächen einen hohen Zuspruch erfahren. Auf Grund ihrer qualifizierten Arbeit in der Vergangenheit sei der Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa e.V. als einer von zehn Projektstandorten in Deutschland für das Projekt „Engagiert in der Schuldnerberatung“ ausgewählt worden.

Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sei der Caritas-Energiesparcheck so erfolgreich gewesen, dass durch den Einsatz von Soforthilfen, wie LED-Lampen, schaltbaren Steckerleisten, WC- Wasserstopp, Strahlregler für Wasserhahn, Dichtbänder für Fenster und Türen und Hygro- und Thermometer im Wert von 79 Euro Gesamtkosten von 458 Euro im Jahr pro Haushalt eingespart werden konnten, was nicht nur die Haushalte, sondern auch öffentliche Kassen entlaste.

Im Weiteren wurden die Unterstützungsleistungen und Hilfen der einzelnen Arbeitsfelder des Verbandes betrachtet.

Trotz erheblicher Tarifsteigerungen und damit verbundenen höheren Personalkosten hat der regionale Caritasverband einen ausgeglichenen Haushalt erreicht, wie der von Susanne Saradj vorgestellte geprüfte Jahresabschluss zeigte.

Die Wirtschaftsprüfung durch PURE AUDIT, Frankfurt hat dem Verband bescheinigt, dass die Buchführung den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen entspricht. Dem Vorstand wurde auf Antrag aus der Mitgliederversammlung einstimmig Entlastung erteilt.

Außerdem wurde dem ehrenamtlichen Vorstand und der Geschäftsführung einschließlich der Mitarbeiterschaft für das Engagement für Menschen in Not herzlich gedankt.

Geschäftsführerin Susanne Saradj dankte ausdrücklich auch dem Bistum Fulda für die zugewiesenen Kirchensteuermittel, ohne die einige Angebote nicht aufrechterhalten werden könnten.

Bei der anschließenden Nachwahl für den Vorstand wurden Stephan Büttner und Raimund Kind wiedergewählt.

Caritas-Aufsichtsratsvorsitzender Prälat Christof Steinert informierte über die geplante Verschmelzung der regionalen Caritasverbände mit dem Diözesancaritasverband im Jahr 2026.

Mit Dank an die anwesenden Mitglieder beschloss Raimund Kind die Mitgliederversammlung.