FOTOS – Jugendclub Merkers begeistert mit denkwürdigen Doppelkonzert

Gastbeitrag von Stefan Zimmermann

„Ausverkauft bis auf den letzten Platz!“ – so lautete das Fazit am 27. Dezember 2025, als der Jugendclub Merkers zum Schauplatz eines denkwürdigen Doppelkonzertes wurde.

Schon lange vor dem Termin hatten sich die Fans ihre Tickets gesichert, und wer am Abend den Club betrat, merkte schnell: Hier herrschte eine Atmosphäre kurz vor dem Siedepunkt. Zwei Bands standen auf dem Programm – und beide sorgten für einen Abend, an den man sich noch lange erinnern wird!

Den Auftakt in Richtung Ekstase setzte die Salzunger Formation The SiKS. Die fünf Musiker, bekannt für energiegeladenen Rock mit eigenem Charakter, traten gewohnt druckvoll auf. Für einen von ihnen war es ein besonderer Abend: Gitarrist John Frischmann sollte später noch einmal auf die Bühne zurückkehren – und zwar mit der zweiten Band des Abends.

Die Ruhe vor dem Sturm - Marcel Ihling vor dem Auftritt von The SiKS

Mit überwiegend eigenen Kompositionen von inzwischen drei Studioalben zeigten The SiKS, warum sie längst kein Geheimtipp mehr sind. Marcel Ihlings markante Stimme, Sebastian Bittorfs Keyboard- und Saxophoneinsätze, John Frischmanns epische Gitarrensoli sowie die markante Baseline von Hardy Herbert und das treibende Schlagzeug von Marcus Otto ließen den Saal erbeben.

Spätestens „Devil“ vom Vinyl-Album „The Spirit Of The SiKS“ schien wie gemacht, um die Brücke zum späteren Hauptact zu schlagen – düster, kraftvoll und mit Anklängen an jenes psychedelische Flair, für das The Doors berühmt wurden.

Nach diesem furiosen ersten Teil übernahm die bereits seit Jahren nahezu kultisch verehrte Doors-Tribute-Band L.A. Woman die Bühne – und der Raum verwandelte sich in ein vibrierendes Meer aus Nostalgie, Schweiß und Euphorie. Gegründet im Jahr 2000 aus Musikern der einstigen Gruppen „White Eagles“, „Sixpack“ und „Bluesboys“, tritt die Band bis heute in ihrer Originalbesetzung auf: Sascha Wenzel (Gesang), Gilbert Eiche (Bass, Orgel), John Frischmann (Gitarre) und Andreas Eiche (Schlagzeug).

Ihre Seltenheit auf den Bühnen der Region – der letzte öffentliche Gig datiert aus 2019, ebenfalls in Merkers – verleiht jedem Auftritt besonderen Status. Und auch an diesem Abend zelebrierten sie die Klassiker der Doors mit einer Präzision und Hingabe, die dem Vorbild mehr als gerecht wird! „Light My Fire“, „Riders on the Storm“, „Roadhouse Blues“, „When the Music’s Over“, „Alabama Song“ und selbstverständlich „L.A. Woman“ füllten den Raum. Lange, frei improvisierte Soli, originale Instrumentierung und das unverkennbar authentische Klangbild ließen das tanzwillige Publikum live in die späten Sechziger eintauchen.

Erst weit nach Mitternacht leerte sich der Jugendklub, während draußen noch immer fröhliche Stimmen begeistert über das Erlebte plauderten. Ein weiterer legendärer Abend war geschrieben – und viele Besucher waren sich einig: Auf den nächsten Auftritt von L.A. Woman möchte man diesmal nicht unbedingt wieder fünf Jahre warten!