Schule statt Fabrik: Sternsinger aus dem Geisaer Land setzen Zeichen gegen Kinderarbeit

Gastbeitrag von Evelyn Veltum

In den Straßen von Geismar herrschte am vergangenen Samstag reges Treiben: In prächtigen Gewändern und mit leuchtenden Sternen ausgestattet, zogen die Sternsinger von Haus zu Haus.

Doch die diesjährige Aktion Dreikönigssingen war mehr als nur eine liebgewonnene Tradition – sie stand im Zeichen eines ernsten Themas.

Ein Segen für die Häuser

Bereits am 6. Januar wurden die kleinen und großen Könige aus den Gemeinden Geismar, Spahl und Ketten von Pastor Dr. J. Kämpf feierlich ausgesendet.

Am Aktionstag selbst starteten die Gruppen nach einem gemeinsamen Frühstück, um den traditionellen Segen an die Türen zu bringen: 20*C+M+B+26. Das Kürzel steht für „Christus Mansionem Benedicat“ (Christus segne dieses Haus) und verbindet den Wunsch für ein gutes neues Jahr mit der Hilfe für Kinder weltweit.

Fokus 2026: Hilfe für Kinder in Bangladesch

Unter dem bundesweiten Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ richtete sich der Blick in diesem Jahr besonders auf Bangladesch.

Dort müssen rund 1,8 Millionen Kinder arbeiten, oft unter gefährlichen Bedingungen in Fabriken, Werkstätten oder als Haushaltshilfen.

Durch die Spenden aus unserer Region werden Partnerorganisationen vor Ort (wie das Projekt ARKTF oder die Caritas Bangladesch) unterstützt. Diese setzen sich dafür ein:

  • Kinder aus ausbeuterischer Arbeit zu befreien.
  • Den (Wieder-)Einstieg in die Schule zu ermöglichen.
  • Eltern für das Recht auf Bildung zu sensibilisieren, damit der Teufelskreis aus Armut und fehlender Bildung durchbrochen werden kann.

Motivation der Kinder war groß

Dass ihr Einsatz direkt anderen Kindern hilft, motivierte die Sternsinger in Geismar sichtlich. „So können wir auch mal was für arme Kinder tun“, erklärte ein Sternsinger stolz.

Der Lohn für die vielen Kilometer zu Fuß waren nicht nur die Euros für den guten Zweck, sondern auch die prall gefüllten Taschen mit Süßigkeiten, die von den Bewohnern als Dankeschön gereicht wurden.

Dank an die Gemeinschaft

Die Organisatoren zeigten sich hocherfreut über die Hilfsbereitschaft.

Ein besonderer Dank gilt allen Spendern, den engagierten Kindern und Jugendlichen sowie den zahlreichen Helfern im Hintergrund, die durch die Verpflegung und Begleitung zum Erfolg der Aktion beigetragen haben.