„Ehrensache Natur“ – Gemeinsam aktiv im Arten- & Naturschutz der Thüringer Rhön

Gastbeitrag von Lea Hohmann

Mit der Auftaktveranstaltung „Ehrensache Natur“ startet am 10. Februar 2026 in Zella/Rhön ein praxisnaher Treffpunkt für alle, die sich aktiv im Arten- und Naturschutz der Rhön engagieren möchten.

Die Veranstaltung richtet sich an Freiwillige, die sich mit sofort umsetzbaren Projekten, fachlicher Begleitung und innerhalb eines starken Netzwerks für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen wollen.

Etwas Sinnvolles tun, neue Menschen kennenlernen, Spaß haben, Wissen und Fähigkeiten erweitern und die (Um-)Welt aktiv mitgestalten: Unter dem Leitmotiv „Ehrensache Natur“ lädt die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön am Dienstag, den 10. Februar 2026, von 17 bis 19 Uhr in die Propstei Zella/Rhön, Goethestraße 1, 36466 Dermbach OT Zella ein.

Ziel der Veranstaltung ist es, interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie lokalen Organisationen konkrete Möglichkeiten der Mitarbeit und Projektbeteiligung im Arten- und Naturschutz aufzuzeigen.

Ein starkes Netzwerk braucht ehrenamtliche Unterstützung

Bei der Auftaktveranstaltung „Ehrensache Natur“ können Teilnehmende direkt in praxisnahe Naturschutzaktionen einsteigen.

Beim Amphibienschutz stehen unter anderem der Auf- und Abbau von Schutzzäunen, das Zählen von Amphibien sowie deren sicherer Transport über befahrene Straßen im Fokus.

Im Rahmen des Akustischen Vogelbestimmungsprojekts werden sogenannte Horchboxen betreut, Tonaufnahmen ausgewertet und Vogelarten bestimmt – unter anderem mithilfe KI-gestützter Software.

Das Rhönflora-Projekt bietet die Möglichkeit, Pflanzenarten in der gesamten Rhön mit der App „FloraIncognita“ zu bestimmen.

Die gesammelten Daten fließen in die Weiterentwicklung der Website www.rhoenflora.de ein und leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

Die Neophytenkartierung und -bekämpfung umfasst das systematische Erfassen invasiver, gebietsfremder Pflanzenarten, die die heimische Biodiversität bedrohen.

Ergänzend dazu finden praktische Landschaftspflegeeinsätze statt, bei denen diese Arten gezielt aus naturschutzfachlich wertvollen Lebensräumen entfernt werden.

Darüber hinaus befinden sich weitere Projekte in Planung, darunter die Umsetzung eines Tagfalter-Monitorings im Rahmen der Bürgerwissenschaft sowie verschiedene Fledermausinitiativen, etwa zur Quartierssuche und zur akustischen Artbestimmung.

Fachliche Begleitung durch erfahrene Expertinnen und Experten

Folgende Fachleute begleiten die Veranstaltung und stehen für Austausch und Fragen zur Verfügung:

  • Julia Gombert (Geschäftsführung) und Svea Jahnk, Landschaftspflegeverband Thüringer Rhön e. V.
  • Christian Groß, Regionalkoordinator „Ornitho.de“ des Vereins Thüringer Ornithologen e. V.
  • Ewald Göbel, Initiator der Website www.rhoenflora.de
  • sowie eine Vertretung der Interessensgemeinschaft Fledermausschutz und -forschung Thüringen e. V.

Ihr Engagement zählt – für die Artenvielfalt vor Ort

Jede helfende Hand und jede investierte Stunde leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt. Ein Engagement ist dabei flexibel möglich – von einzelnen Einsätzen bis hin zu langfristiger Mitarbeit.

Vor Ort stehen kompetente Fachkräfte zur Seite, die praxisnah zeigen, was zu tun ist. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Gleichzeitig bietet das entstehende Netzwerk von Gleichgesinnten Raum für Austausch, gemeinsames Lernen und das Knüpfen wertvoller Kontakte – für alle, die Natur nicht nur schätzen, sondern aktiv schützen möchten.