Effektvolle Illusionsmalereien: Neue Ausstellung „Zwischenwelten“ in Hünfeld eröffnet

Gastbeitrag von Christina Most

Die Ausstellung „Zwischenwelten“ ist im Museum Modern Art in Hünfeld eröffnet worden. Die Künstlerin Marina Sailer aus Düsseldorf präsentiert bis Sonntag, 26. April, erstmals 38 ihrer Kunstwerke in der Konrad-Zuse-Stadt. Dazu gehören Leinwandbilder und Skulpturen.

Stadträtin Martina Sauerbier freute sich über die zahlreich erschienenen Besucher und hieß die Künstlerin herzlich willkommen. Marina Sailer, geboren in Weißrussland, wurde die Leidenschaft für das Malen in die Wiege gelegt.

Bereits im „Krabbelalter“ begann sie, figürlich zu zeichnen, berichtete die Künstlerin, die seit 25 Jahren in Düsseldorf lebt und arbeitet. Ihre Werke präsentierte sie bereits in 48 Einzelausstellungen und über 140 Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

Marina Sailer beherrscht alle Register der effektvollen Illusionsmalerei. Ihre Bilder sind mit „Mischtechniken“ erstellt, sie kombiniert verschiedene wasserlösliche Farben und Pigmenttusche.

Die Bilder erstrahlen dadurch besonders und sind sehr lichtbeständig. Der Betrachter erlebt, wie eine romantische Kunstauffassung mit der Moderne verknüpft werden kann.

„In meiner Kunst suche ich nach einer neuen Verbindung – zwischen Mensch und Natur, zwischen Innenwelt und Außenwelt, zwischen dem, was wir erbaut haben, und dem, was uns erbaut hat“, verriet Marina Sailer bei der Vernissage.

In ihren Bildern bringt sie Wesen und Gegenstände in skurrilen Kombinationen zusammen. Fische schwimmen dort zwischen Wasserpflanzen inmitten eines Innenraums mit dem historischen Interieur des 19. Jahrhunderts, in dem sich Äffchen tummeln und durch den mädchenhafte Feengestalten schweben.

Daneben bevölkern Tauben, Schwäne und verschiedene exotische Vögel, Katzen, Schmetterlinge und Möpse ihre Bilder. Ihre Innenräume sind angefüllt mit Polstermöbeln, Stühlen, Betten, Kissen, üppigen floralen Stoffen, Teppichen, Kleiderständern, Lampen und Treppenhäusern mit reich verzierten Geländern.

Die märchenhaft mysteriösen Bilder entfalten eine Sogwirkung, der man sich als Betrachter gerne hingibt. In jedem Bild spielt das Licht eine besondere Rolle.

„Durch meine Malweise entwickeln die Bilder selbst bei Dunkelheit eine besondere Leuchtkraft“, betonte die Künstlerin.

Sowohl die Interieurbilder als auch die geheimnisvollen Landschaften nehmen den Betrachter gefangen mit ihren Lichteffekten, einem flirrenden Licht, mit Glanzpunkten auf Kronleuchterkristallen, auf Seifenblasen und zwischen Waldesgeäst.

Die Mitglieder des Fördervereins Museum Modern Art verwöhnten die Gäste mit Sekt, Kaffee und Kuchen. Umrahmt wurde die Veranstaltung mit musikalischen Klängen des Duos Wurtinger & Möller.

Weitere Termine

Ein Familientag findet am Sonntag, 8. März, ab 15 Uhr innerhalb der Ausstellung „Zwischenwelten“ statt.

Das Kunstfrühstück am Sonntag, 22. März, ist bereits ausgebucht. Die Finissage der neuen Ausstellung findet am Sonntag, 26. April, um 15 Uhr statt.