Gastbeitrag von Stefanie Kießling
Mit der Übergabe des Fördermittelbescheids durch Thüringens Minister für Digitales und Infrastruktur, Steffen Schütz, ist der offizielle Startschuss für ein wichtiges Stadtentwicklungsprojekt Bad Liebensteins gefallen: die umfassende Neugestaltung der Herzoglichen Esplanade im historischen Kurpark.
Rund 5,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fließen in das Vorhaben.
Insgesamt belaufen sich die zuwendungsfähigen Kosten auf rund 8 Millionen Euro, die neben der EFRE-Förderung auch durch Mittel der Städtebauförderung ergänzt werden. Der städtische Eigenanteil liegt bei rund 1,6 Millionen Euro.
„Die Esplanade ist ein wichtiger Bestandteil unserer historischen Kuranlagen“, betonte Bürgermeisterin Susanne Rakowski.
„Mit der Förderung können wir einen lange vorbereiteten Plan nun endlich umsetzen und einen bedeutenden Ort der Stadt wieder als attraktiven Aufenthaltsraum für Gäste und Einheimische gestalten.“
Auch Minister Steffen Schütz unterstrich die Bedeutung des Projekts: „Die Esplanade Bad Liebenstein wird nicht nur ein Ort, an dem sich Einwohner und Gäste Bad Liebensteins gerne aufhalten, erholen und Veranstaltungen genießen. Sie wird Tourismus, Kurwesen, Beherbergung, Gastro, Kunst und Kultur beleben und Motor für die lokale Wirtschaft sein.“
Geplant ist, die Esplanade wieder als großzügige grüne Achse auszubilden – mit Promenadenwegen und der Wiederherstellung der historischen 4-reihigen Baumallee.
Natürliche Materialien, barrierefreie Wege und neue Aufenthaltsorte sollen den Charakter der Anlage prägen. Gestalterisch orientiert sich das Konzept an der Blütezeit der Kuranlagen um 1900, verbindet diese jedoch mit heutigen Anforderungen an Nutzung, Pflege und Klimaverträglichkeit. Wasser als Kernelement des Heilbades und hochwertige Pflanzungen spielen dabei eine zentrale Rolle.
Die Neugestaltung der Esplanade ist seit Jahren Bestandteil der strategischen Stadtentwicklung Bad Liebensteins.
Nach der ersten Förderzusage Ende 2022 kann nach der heutigen Fördermittelübergabe das Projekt nun in die konkrete Umsetzung gehen. Die sollen noch dieses Jahr unter anderem mit dem Rückbau des sogenannten Dreigeschossers beginnen.



