Helios Bad Kissingen reduziert Verpackungsmüll im OP

Gastbeitrag von Cornelia Grimm

Das Helios St. Elisabeth Krankenhaus in Bad Kissingen setzt seit einigen Monaten auf das neue Green Pack – ein vorkonfektioniertes OP-Materialset für Hüft- und Knieendoprothesen.

Das sterile OP-Materialset wurde im Helios-Verbund entwickelt und verfolgt ein klares Ziel: deutlich weniger Verpackungsmüll, effizientere Abläufe im OP und eine spürbare Verbesserung der Nachhaltigkeit bei endoprothetischen Eingriffen.

Bislang erforderte die Vorbereitung einer Hüft- oder Knieoperation das zeitaufwendige Öffnen zahlreicher einzeln verpackter Verbrauchsmaterialien. Dabei fiel zwangsläufig eine große Menge an Plastikabfall an.

Mit dem Green Pack steht nun ein hygienisch sicher vorkonfektioniertes Set zur Verfügung, das alle wesentlichen Materialien für standardisierte endoprothetische Eingriffe enthält und die OP-Vorbereitung deutlich vereinfacht.

„Das Green Pack hat sich in unserem OP-Alltag klar bewährt“, erklärt der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Unfallchirurgie des Helios St. Elisabeth Krankenhauses Bad Kissingen Dr. Frank Wanka. „Es zeigt, dass nachhaltige Lösungen auch in hochsensiblen Bereichen wie dem OP praktikabel und sinnvoll sind.“

Auch aus orthopädischer Sicht überzeugt das neue Konzept. „Das Set ist exakt auf die Anforderungen einer Hüft- oder Knieendoprothese zugeschnitten“, erklärt der Chefarzt der Orthopädie und Endoprothetik Joachim Rupp.

„Wir sparen Zeit in der Vorbereitung, reduzieren Abfall und schaffen klar strukturierte Abläufe – davon profitieren sowohl das OP-Team als auch unsere Patientinnen und Patienten.“

Durch die neuen OP-Materialets können rund 80 Prozent des sehr leichten Plastikmülls bei einer Standard Hüft- oder Knie-OP eingespart werden. Konzernweit zeigt das Modellprojekt damit großes Einsparpotenzial: Rund 30.000 Hüft- und Knieoperationen werden jährlich in den Helios Kliniken durchgeführt.

Die Einzelverpackungen verursachen dabei etwa sieben Tonnen Abfall pro Jahr. Mit den neuen OP-Sets sinkt die Menge auf rund 1,4 Tonnen. Das entspricht einer Reduktion um 5,6 Tonnen bzw. rund 3.000 gelben Säcken.

„Nachhaltigkeit bedeutet für uns, jeden Bereich kritisch zu betrachten – auch dort, wo Hygienestandards und Patientensicherheit an erster Stelle stehen“, so Dr. Wanka. „Das Green Pack ist ein gutes Beispiel dafür, wie man beides verbinden kann.“