Gastbeitrag von Gunter Schubert
Der städtische Forstwirtschaftsmeister Sebastian Dummer stellte am zurückliegenden Donnerstag das Konzept zur Bewirtschaftung des Meininger Stadtwaldes vor.
Anhand von Fotos und Plänen wurde anschaulich dargestellt, welche Gebiete zum Stadtwald gehören und wie ökologische Forstwirtschaft funktionieren könnte.
Geänderte klimatische Bedingungen verlangen auch ein Nachdenken über althergebrachte Methoden, wobei hier sehr langfristige Zeiträume bedacht werden müssen. Auf Unverständnis stießen einige Ansätze, die jedoch von Herrn Dummer freundlich, sachlich und faktenbasiert aufgefangen wurden.
Der geplante Vortrag ging in eine Diskussion über, bei der viele Fragen beantwortet werden konnten, aber auch deutlich wurde, dass erst die Zukunft zeigen wird, was richtig ist. Holz ist ein sehr wichtiger und wunderbarer Rohstoff. In der Forstwirtschaft spielen oft wirtschaftliche Faktoren die Hauptrolle.
Genauso wichtig ist es jedoch, dass die Artenvielfalt erhalten bleibt und wir Menschen den Stadtwald als Ort der Erholung und Entspannung nutzen können. Oft vergessen wir, dass der Wald uns Wasser, saubere Luft, Kühlung und Schutz liefert.
Gut, dass es Menschen gibt, die das im Blick haben und mit Herzblut dafür sorgen, dies alles zu erhalten.
Fazit des Vortrags war: Man muss nicht unbedingt einer Meinung sein. Aber es ist wichtig im Gespräch zu bleiben und unterschiedliche Meinungen und Ansätze zu tolerieren.
Herr Dummer lud alle Anwesenden zu seinen regelmäßigen, öffentlichen Begehungen des Stadtwaldes ein und bietet Interessierten auch individuelle Fachführungen zu Aspekten des Meininger Stadtwaldkonzeptes an.

