Gastbeitrag von Katja Schramm
Zum 60. Karneval ertönte das wohlbekannte „Nurde Helau“ noch mehr als sonst. Ganz klar, seit November wurde das Jubiläum gebührend gefeiert – mit einigen Premieren.
Das Bühnenbild im Bürgerhaussaal ist abgehängt, die Dekoration in Kisten verstaut und die Tische sind zusammengeklappt.
Einzig ein paar letzte Wimpelketten flattern an manchen Häusern noch fröhlich im Wind und erinnern an die vergangenen Wochenenden, die in Kaltennordheim ganz im Zeichen des Karnevals standen.
„Es war großartig“, sagen sie alle. Diejenigen, die sich seit Monaten vor und hinter den Kulissen engagierten und sehr viel freie Zeit investiert haben.
Wofür? Für das Publikum natürlich, für ihr „Nurde“ und für all die Menschen, die sich mit den Kaltennordheimer Karnevalisten verbunden fühlen. Und für sich selbst, das ist doch klar.
Nur wer Freude daran hat, ist auch mit Herzblut bei der Sache. Sonst wäre es gar nicht möglich gewesen, einen solchen 60. Karneval auf die Beine zu stellen.
Ein Jubiläum, welches Vergangenheit und Gegenwart vereint, Erinnerungen und Gefühle weckt. Da waren sie wieder, die Bilder von damals, die zum Revival-Auftakt im November ihre eigene Geschichte erzählten, und die Stimmen der karnevalistischen Urgesteine, die noch einmal über die Lautsprecher erklangen.
Da wurden die Lieder aus früheren Zeiten gesungen, die Tänze getanzt und Bütten vorgetragen. Eine Zeitreise, die im Hier und Jetzt endet – für diese Saison, versteht sich.
Viel Luft blieb den mitwirkenden Karnevalisten nicht zwischen den Proben fürs Revival und dem närrischen Showprogramm der vergangenen Wochenenden.
An vier Abenden wurde wieder höchste Qualität auf die Bühne gebracht. Mit 25 Programmpunkten, die eine Vielzahl an tänzerischem Ideenreichtum, humorvollen, gesellschaftspolitischen und satirischen Wortspielereien sowie stimmungsvollen Gesangseinlagen versprachen.
Jeweils vier Stunden dauerte die abwechslungsreiche und kurzweilige Show. So wie in jedem Jahr. Nichts Neues für die treuen Zuschauer, die genau deswegen kommen und sich darauf freuen, bestens unterhalten zu werden.
Von den Jüngsten genauso wie von den „alten Hasen“. Ein Karneval der Generationen bei 71 Jahren Altersspanne auf der Bühne im „närrischen Wohnzimmer“, dem Kaltennordheimer Bürgerhaus – „hier kommen die tollsten Narren raus“.
So beschreibt das selbstbewusste Motto des 60. Karnevals nicht nur das Bühnenniveau, sondern auch die „Karnevalsfamilie“, die in politischen und jahreszeitlichen Kältephasen zusammenrückt, um Frohsinn und Heiterkeit zu verbreiten.
Spürbar war dies auch zum Jubiläumsumzug im Zusammenwirken all derer, die sich dem närrischen Treiben mit großer Freude angeschlossen haben – am Straßenrand genauso wie beim Umzug selbst.
Dieser fand im Übrigen erstmalig in der karnevalistischen Geschichte statt und war damit nicht die einzige Premiere beim 60. Karneval.
Mit einem Jubiläumsorden überraschten die engagierten Vorstandsmitglieder des Kultur- und Karnevalvereins alle Aktiven auf und hinter der Bühne.
Eine goldene Medaille als Symbol der Wertschätzung und Anerkennung denjenigen gegenüber, die im Ehrenamt den sozialen Zusammenhalt und die Gemeinschaft fördern, um anderen Menschen Freude zu bereiten.
Als Gastgeber sind die Kaltennordheimer Karnevalisten noch einmal im Einsatz - zum Rhönkarneval am 28. Februar 2026 in der Frankenheimer Hochrhönhalle.
Infokasten: Vor und hinter den Kulissen
Tänze: Garde, Kinderballett („Die unendliche Geschichte“), No Limits („Back to the 60s“), Crazy G-Dancers („Wild Wild West“) , Hot Flames („Himmel und Hölle“), Showtanzgruppe („Tanz der Vampire“), Next Level („Festival“), Männerballett („Cheerleader“)
Gesang: Claudia Wiedon, Beatrice Eschweiler, Fred Schmidt & Familie & Freunde
Bütt/Sketch: Finley Müller, Heike Brehm & Fred Schmidt, Ulrich Schramm & Waldemar Thomas; Maik und Max Steinmetz; Lisa Walter, Carolin Günter, Silke, Johannes Bühner & Christian Friese; Michael Eisenhardt & Beatrice Eschweiler, Heike Brehm & Josephine Kretschmer; Mona-Lisa-Kampfgeschwader; Philipp Müller & Christin Matthes
Begrüßung/Absage: Katja Schramm; Lisa Walter, Elisa Härter & Stephan Heym
Tanztrainerinnen: Julia Richter, Manuela Richter, Kerstin Salzmann, Alexandra Schmidt-Witzel, Katharina Naujoks, Gabi Ostmann, Lisa Richter, Stefanie Zipperer
Kostüme: Monique Langner, Katrin Vogt, Anja Hiebel, Christin Kranz, Sandra Beyer, Jasmina Heim, Alexandra Schmidt-Witzel, Katharina Naujoks, Andrea Dähling, Jasmina Heim, Dagmar Müller
Maske: Carolin Müller, Marie-Katrin Bittorf-Schmidt, Jasmina Heim, Indira Gesell, Sandra Beyer, Mandy Heim, Christin Kranz
Technik: Matthias Witzel, Andreas Koch, Marcel Schniebel, Marcel Polzt, Valentin Schramm
Musikschnitt: Matthias Schmidt-Witzel, Philipp Schehl
Garderobe: Katrin Karte, Elisabeth Eschweiler, Philip Rosin und Johanna, Antje Heym, Conny Schwarz
Bühnenarbeiter: Noah Salzmann, Ferdinand Schramm, Valentin Schramm, Philipp Müller
Sponsoren: Rhönbrauerei Dittmar, Manuel Wolf, Thomas Richter
Musikalische Ausgestaltung: Enrico Wieder
Versorgung Speisen: Sigrun & Michael Biehl
Vorstand des Kultur- und Karnevalvereins: Katrin Walter, Kerstin Salzmann und Michael Eisenhardt





























