Gastbeitrag von Udo Bauch
Wenn Glaube, Lebensfreude und gelebte Inklusion aufeinandertreffen, entsteht etwas ganz Besonderes: Genau das war beim farbenfrohen Karnevals-Gottesdienst des Eichenzeller Herrenhauses in der Auferstehungskirche im Ortsteil Löschenrod spürbar.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher – viele von ihnen fantasievoll verkleidet – füllten die Kirche mit Lachen, Musik und herzlicher Gemeinschaft und feierten gemeinsam einen Gottesdienst, der Menschen zusammenbrachte und berührte.
Für eine mitreißende und zugleich einfühlsame musikalische Umrahmung sorgte die weit über die Gemeindegrenzen bekannte und äußerst beliebte Herrenhausband, die den Gottesdienst mit schwungvollen Liedern, emotionalen Momenten und karnevalistischem Frohsinn bereicherte.
Ihre Musik trug maßgeblich zur besonderen Atmosphäre bei und machte den Gottesdienst zu einem Erlebnis für alle Sinne.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Carneval Club Rönshausen e. V.: Prinz Gabriel, der XLIX., der schaffende Hochstiftliebhaber vom Lingeshof, und seine Prinzessin Theresa, die liebreizende Erzieherin, die die Schnecken regiert und die Hüpfer trainiert (Gabriel Sauer und Theresa Quell), kamen gemeinsam mit dem Präsidenten und Mitgliedern des Elferrates.
Mit großer Selbstverständlichkeit brachten sie sich in den Gottesdienst ein und trugen die Fürbitten vor – ein bewegendes Zeichen dafür, wie Inklusion und Gemeinschaft im Glauben gelebt werden können.
Traditionell begrüßte Herrenhausbewohner Roman Hein die Gottesdienstgemeinde und stimmte sie herzlich auf einen fröhlichen, närrischen Gottesdienst ein.
Pfarrer Dr. Guido Pasenow zeigte sich erfreut über die große Zahl an Närrinnen und Narren, darunter viele Kinder, die als Prinzessinnen, Dinosaurier, Cowboys oder Clowns verkleidet waren. Gemeinsam wurde gesungen, gebetet und gefeiert – unabhängig von Herkunft, Alter oder Beeinträchtigung.
Anstelle einer Predigt hielt Pfarrer Pasenow eine selbst verfasste Büttenrede, die mit viel Humor und Selbstironie von einem kürzlich erlittenen Verkehrsunfall und dem Verlust seines geliebten Autos erzählte.
Die humorvolle Rede sorgte für herzhaftes Lachen und fröhliches Schmunzeln in den Kirchenbänken und zeigte eindrucksvoll, wie Glauben und Humor miteinander harmonieren können.
Auch musikalisch setzte der Gottesdienst besondere Glanzlichter: Herrenhausbewohner Henrik Resch begeisterte als Trompetensolist und wurde für seine Darbietung mit langanhaltendem Applaus belohnt.
Der inklusive Karnevals-Gottesdienst, der einmal im Jahr vom Team des Eichenzeller Herrenhauses gemeinsam mit der Herrenhausband organisiert wird, ist längst zu einer liebgewonnenen Tradition geworden.
Er erfreut sich großer Beliebtheit und steht beispielhaft für die gelebte Inklusion in der Gemeinde Eichenzell – dort, wo Menschen mit und ohne Beeinträchtigung selbstverständlich gemeinsam feiern, glauben und Gemeinschaft erfahren.
























