Lichtmess in der Rhön – Lebendiger Brauch voller Gemeinschaft & Tradition

In den Gemeinden Empfertshausen, Diedorf und Kaltenlengsfeld lebt der alte Brauch der Lichtmess Anfang Februar bis heute fort und wird mit großer Hingabe gepflegt.

Bereits gestern begannen die Feierlichkeiten, die den Übergang vom dunklen Winter hin zu helleren Tagen symbolisieren.

In Diedorf und Kaltenlengsfeld beispielsweise wurde der Lichtmessbrauch am heutigen 2. Februar lebendig gehalten. Besonders erfreulich ist dabei, dass die Tradition hier von den Jugendlichen weitergeführt wird.

Mit viel Engagement und Freude zogen sie von Haus zu Haus durch das Dorf, sammelten Gaben ein und hielten so einen Brauch am Leben, der seit Generationen zur Rhöner Kultur gehört.

Gerade dieses Weitertragen durch die junge Generation macht Hoffnung, dass Lichtmess auch in Zukunft seinen festen Platz im Dorfleben behält.

Es zeigt, wie wichtig Gemeinschaft, Zusammenhalt und die Pflege des kulturellen Erbes sind – Werte, die in der Rhön nach wie vor fest verankert sind. Möge dieser schöne Brauch noch lange weitergeführt werden und auch kommende Generationen verbinden.

Lichtmess steht traditionell für die Rückkehr des Lichts nach den langen Wintermonaten und markiert einen wichtigen Wendepunkt im Jahreslauf der ländlichen Bevölkerung.

Der Brauch soll den Winter vertreiben und Schutz sowie Wohlstand für das kommende Jahr bringen – ein Wunsch, der bis heute tief in der Rhön verwurzelt ist.

In den frühen Morgenstunden des Sonntages (1.2.26) zog der Strohbär, auch Erbsbär genannt, mit seinem Gefolge durch das kleine Rhönschnitzerdorf Empfertshausen. Der Tanzbär ist die zentrale Figur des Lichtmessbrauchs und steht sinnbildlich für Fruchtbarkeit, Erneuerung und neues Leben.

Begleitet wurde der Bär von als Gesinde verkleideten Dorfbewohnern, die von Haus zu Haus zogen und traditionell Spenden in Form von Lebensmitteln sammelten.

Eier, Wurst und Käse wurden von den Einwohnern bereitwillig gegeben – als Zeichen des Zusammenhalts und der Verbundenheit. Diese Gaben werden nach einem gelungenen Tag gemeinschaftlich verzehrt und runden das Fest in geselliger Runde ab.

Der Fortbestand dieser Tradition zeigt eindrucksvoll, wie lebendig das kulturelle Erbe in der Rhön geblieben ist. Lichtmess ist dabei weit mehr als ein kirchlicher Feiertag – es ist gelebtes Brauchtum, das Generationen verbindet und das Gemeinschaftsgefühl stärkt.

Einladung: Tanzbär selber erleben in Neidhartshausen und Oberkatz

Auch in anderen Gemeinden der Region wird diese Tradition weiterhin gepflegt.

So laden unter anderem Oberkatz und Neidhartshausen am 7. Februar 2026 zur Lichtmess ein und halten damit ein Stück Rhöner Geschichte lebendig.