Mitteilung des LPV „Thüringer Rhön“ e.V.
Mitmachen und gewinnen: Besuche alle drei neuen Informationstafeln, lerne das Feuchtflächenprojekt genauer kennen und sende bis zum 20. April 2026 Bilder von dir und den Tafeln an den LPV „Thüringer Rhön“. Unter allen Teilnehmenden wird ein kleiner Wertgutschein verlost. Also Augen auf und mitmachen!
Am 2. Februar war wieder Welttag der Feuchtgebiete. Unter dem diesjährigen Motto „Feuchtgebiete und traditionelles Wissen: das kulturelle Erbe würdigen“ lenkt der internationale Thementag den Blick auf die Bedeutung und den hohen Wert dieser besonderen Lebensräume.
Feuchtgebiete sind dabei nicht nur für unser Ökosystem unverzichtbar, sondern erfüllen auch für uns Menschen wichtige Funktionen, etwa als Wasserspeicher, Wasserfilter oder Kohlenstoffsenke.
Auch in den Feuchtgebieten der Thüringer Rhön plätschert, flattert und kriecht es das ganze Jahr über. Allerdings oft unbemerkt! Dabei gibt es hier einiges zu entdecken. Wo genau, das verrät der Landschaftspflegeverband „Thüringer Rhön“ e.V. (LPV Rhön).
„Mit einer neuen Infotafel-Reihe sind Groß und Klein dazu eingeladen, die oft übersehenen Schätze der heimischen Natur zu erkunden“, so Gesa Last, Mitarbeiterin im Feuchtflächenprojekt.
Seit 2023 läuft das zu 100 Prozent von der EU und dem Freistaat Thüringen geförderte ENL-Feuchtflächenprojekt beim LPV Rhön/der Natura 2000-Station Rhön.
Ziel des Projekts ist es, wertvolle Lebensräume wie Niedermoore, Nasswiesen und Kalktuffquellen zu erhalten und so die Artenvielfalt in der Region zu fördern.
Denn gerade diese oft unscheinbaren und wirtschaftlich unliebsamen Flächen sind Rückzugsorte für seltene Spezialisten wie Orchideen, Amphibien und viele mehr. Doch sie drohen zunehmend zu verschwinden.
Für spezielle, oft seltene Arten unpassende oder sogar fehlende Nutzung gefährdet nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt, sondern schwächt auch den natürlichen Wasserrückhalt in der Landschaft mit schweren Folgen, besonders im Zuge des Klimawandels.
Doch es tut sich etwas: Seit Projektstart wurden bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Darunter Entbuschungen, Mahd und eine Wiedervernässung.
„Die Pflege soll bis 2027 dazu beitragen, ausgewählte Flächen wieder in einen ökologisch wertvollen Zustand zu bringen“, erklärt Svea Jahnk vom LPV Rhön.
Neben der praktischen Naturschutzarbeit setzt das Projekt auch auf Umweltbildung. Drei neue Informationstafeln geben spannende Einblicke in die nasse Seite der Rhön.
Die drei Tafeln innerhalb des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön im Überblick
Kuckuckskind im Ameisenbau: Am Grimmelbachspeicher bei Kaltennordheim wird der außergewöhnliche Lebenszyklus des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings erklärt – ein Schmarotzer-Schmetterling, der sich trickreich in Ameisenvölker einschleicht.
Lebensraum für Spezialisten: Das Kalktuffniedermoor bei Geblar ist das größte seiner Art in Thüringen und damit etwas ganz Besonderes. Besucher erfahren hier, warum gerade die scheinbar unspektakulären Lebensräume besonders schützenswert sind.
Tierisch was los im Moos: Auch kleinste Feuchtflächen sind von großer Bedeutung. An der Kleinen Geba bei Stepfershausen lebt zum Beispiel die lupenkleine und gefährdete Schmale Windelschnecke. Wie viele Exemplare findest du auf der Schautafel?
Du möchtest nicht nur beobachten, sondern selbst aktiv werden und dich an der Pflege der Flächen beteiligen? Dann nimm dieses Jahr an einer unserer Feuchtflächen-Sensenaktionen teil oder kontaktiere uns direkt!
Die Sensenaktionen beinhalten eine kurze Einführung in den Umgang mit der Sense sowie die praktische Mitarbeit bei der Flächenpflege. Sie finden witterungsabhängig am 25. April 2026 und 12. September 2026 statt.
Weitere Informationen zu Projekten, Freiwilligenaktionen und Kursen (in der Regel 1 bis 2 Monate vor Beginn online) findest du auf der Website des LPV unter www.lpv-rhoen.de oder per E-Mail an info@lpv-rhoen.de.




