Beitrag von Rüdiger Christ
Mit 628 Metern Höhe ragt der Katzenstein als markanter Gipfel aus der Landschaft der Rhön empor und zählt zu den eindrucksvollsten Aussichtspunkten der Region.
Von seinem Gipfel eröffnet sich ein weiter Blick über das Feldatal bis hin zum Thüringer Wald. Besonders in den Wintermonaten, wenn Schnee die Landschaft bedeckt, erinnert die Szenerie an alpine Höhenlagen und verleiht dem Berg eine fast hochgebirgsartige Anmutung.
Der Katzenstein ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch geologisch von besonderer Bedeutung. Seine Entstehung reicht mehr als 20 Millionen Jahre zurück, in eine Zeit, in der die Rhön von intensiver vulkanischer Aktivität geprägt war. Aus dem Erdinneren austretendes Magma kühlte an der Oberfläche ab und erstarrte zu säulenförmigem Basalt.
Diese charakteristische Gesteinsformation prägt den Gipfel bis heute und macht ihn zu einem eindrucksvollen Zeugnis der vulkanischen Vergangenheit der Region.

Auch der Mensch hat die Geschichte des Katzensteins sichtbar beeinflusst. Zwischen 1935 und 1937 entstand auf dem Gipfel das Hotel Katzenstein. Für den Bau wurde Basalt direkt vor Ort abgetragen, wodurch sich die ursprüngliche Form des Berges deutlich veränderte.
Das Hotel entwickelte sich in seiner aktiven Zeit zu einem beliebten Ausflugsziel und zog Besucher aus nah und fern an. Trotz der späteren Schließung des Hotelbetriebs hat der Katzenstein nichts von seiner Faszination verloren und bleibt ein bedeutendes Natur- und Ausflugsziel in der Rhön.
Heute verbindet der Katzenstein Naturerlebnis, Erdgeschichte und regionale Historie zu einem besonderen Ort, der Wanderer, Naturfreunde und Geschichtsinteressierte gleichermaßen anzieht.

