Buntes Treiben & viele Höhepunkte beim Karnevalswochenende in Frankenheim

Gastbeitrag von Stefanie Löppen

Mit einem dreitägigen Programm hat der Frankenheimer Carnevals Club seinem Ort ein närrisches Wochenende beschert, das von Kinderlachen über Tanz bis Livemusik alles bot, was zum Karneval gehört.

Den Auftakt machte am Freitag der Kinderumzug unter dem Motto „Karneval der Tiere“. Gegen 9.15 Uhr zog der FCC zunächst mit einer Polonaise durch den Kindergarten Grashüpfer, bevor die Narren in der Staatliche Grundschule Frankenheim eintrafen, um die Schülerinnen und Schüler abzuholen.

Premiere hatte dabei der neu gegründete Schulelferrat: Die 4. Klasse stellte gemeinsam mit den dazugehörigen Gardemädchen das närrische Gremium – eine Idee, die bei den Kindern sichtbar gut ankam und wohl zu Tradition werden wird.

Angeführt wurde der Zug vom Prinzenpaar Elena I. und Sebastien I. sowie vom Kinderprinzenpaar Lina und Emilio. Der Umzug startete trocken, auch wenn unterwegs zeitweise Regen einsetzte, blieb die Stimmung bei Groß und Klein ungetrübt.

Ziel war das Feuerwehrhaus, wo der FCC alle Kinder mit Wienern versorgte und sich ausdrücklich bei der Freiwillige Feuerwehr Frankenheim für die Unterstützung bedankte.

Am Samstag folgte der Hauptkarneval mit einem mehrstündigen Abendprogramm, das abwechslungsreich gestaltet war und nahtlos von Tanz zu Bütt und Show wechselte.

Den Auftakt bildete ein Gardemedley mit Feuerfunken, Wild Berrys und Tanzmariechen Ivette, die mit klassischen Gardeschritten, schwungvollen Formationen und präzisen Hebefiguren ihr Können zeigten – einstudiert von den Aktiven selbst sowie Tina Gerlach und Nadine Städtler.

Danach sorgten Lena Kluge und Adrian Dreier mit ihrer Kinderbüttenrede über die vermeintlichen Vorzüge des Erwachsenseins für viele Lacher.

Ein zweites Gardemedley – trainiert von Lisa Hartmann, Alina Schmuck und Nadine Klein – brachte mit den Bunten Büffeln, Blue Diamonds und Gardefünkchen weitere Gardetänze auf die Bühne, die mit synchronen Schrittfolgen, Radschlägen und Spagaten das Publikum beeindruckten.

Humorvoll wurde es mit den Tüfteltruden Doreen Hartmann und Nancy Abe, die als Brauteltern ihre Sicht auf eine bevorstehende Hochzeit und ihre eigene Ehe schilderten.

Im zweiten Teil erschien dann das Brautpaar selbst: Stefan Nitschke als Braut und Julia Nitschke als Bräutigam lieferten sich einen pointenreichen Schlagabtausch, bei dem schnell klar wurde, wer in der Ehe das Sagen hat. Fotografin Annika Städtler und Pfarrer Alexander Schmitt machten die Szene komplett.

Auch tänzerisch nahm der Abend danach weiter Fahrt auf: Das Tanzpaar Marla Rauch und Marvin Gutmann (Trainerinnen Doreen Hartmann und Lisa Hartmann) überzeugte mit akrobatischen Elementen und schwungvollen Drehungen.

Die Smarties entführten als „Minions“ in eine quietschgelbe Comicwelt voller verspielter Choreografien (Trainerinnen Lisa Hartmann, Tina Gerlach).

Die Blue Diamonds setzten mit ihrem „Hip Hop“-Showtanz auf schnelle Beats, markante Moves und urbane Tanzstile (Trainerin Nadine Klein).

Rasant ging es bei den Frankemer Fratze zu, die mit „Racing“ Rennsport-Atmosphäre mit Tempo, Formationswechseln und viel Energie auf die Bühne brachten (Trainerinnen Lara Hartmann, Nancy Abe).

Die Wild Berrys verwandelten den Saal mit „Las Vegas“ in eine glitzernde Showmetropole voller Glamour und Showgirl-Flair (Trainerin Tina Gerlach), während die Feuerfunken mit ihrem selbst choreografierten „Traum von Amerika“ eine tänzerische Reise durch verschiedene Facetten des Landes präsentierten – bis sie merkten: zu Hause in Frankenheim ist es doch am schönsten.

Für die Feuerfunken gab es zudem einen besonderen Moment: Die Garde feierte ihr 20-jähriges Bestehen und wurde vom Verein mit Jubiläumsshirts und einem Rückblickvideo geehrt.

Zwischen den Tänzen lockerte ein Sketch über die Gesundheitsuntersuchung im Gefängnis das Programm auf. Darin drehte sich alles um den „Stuhlgang“ der Insassen – bis der letzte Gefangene die Frage missverstand und glaubte, es gehe um den elektrischen Stuhl.

Danach schlossen die Dancing Muttis mit ihrem Urlaubstanz – samt Sonnenhüten, Strandstimmung und viel Augenzwinkern – sowie das Männerballett mit den „Rhöner Ghostbusters“.

Mit viel Selbstironie und überraschenden Tanzeinlagen zeigten beide Tanzgruppen, dass tänzerisches Können und Humor bestens zusammenpassen.

Zum Finale versammelten sich noch einmal alle Mitwirkenden gemeinsam auf der Bühne, bevor die Band Die Nachtfalken übernahm und bis tief in die Nacht für eine volle Tanzfläche sorgte.

Am Sonntag gehörte die Bühne dann wieder dem Nachwuchs. Beim Kinderfasching zogen das Prinzenpaar und das Kinderprinzenpaar erneut ein, es wurden Programmausschnitte gezeigt, und anschließend verwandelte sich der Saal in eine Kinderdisco, in der die jungen Gäste selbst im Mittelpunkt standen und bei den Mitmachtänzen des FCC´s viel Freude hatten.

Mit Umzug, Abendprogramm und Kinderfasching bot das Wochenende ein durchgehend abwechslungsreiches Programm für alle Generationen. Zahlreiche Mitwirkende standen auf der Bühne oder halfen im Hintergrund, sodass an allen drei Tagen etwas geboten war.

Für die Besucher bedeutete das: volle Säle, gute Stimmung und einen Karneval, der in Frankenheim fest verankert ist.

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