TEIL 1 – Großes Aufgebot am Rosenmontag in Grüsselbach

Gastbeitrag von Winfried Möller

Trotz nasskalter Temperatur und einsetzendem starken Regen ließen es sich die 37 Fußgruppen und Motivwagen nicht nehmen, eine zweite Runde, um den mit Wimpeln geschmückten Grüsselbach zu drehen.

Auch der wahrlich großen Menge an närrischem, bunt gekleidetem Volk konnte das Wetter nichts anhaben. Sie harrten aus, bis der Gefängniswagen, Schlusswagen im Rosenmontagszug, Richtung Narrhalla Grüsselbach abgebogen war.

Dort wurde in dem proppenvollen Dorfgemeinschaftshaus mit Gardetänzen und ausgelassener Stimmung bis spät in die Nacht weitergefeiert. Zu seinem 70-jährigen Jubiläum hatte der Karneval-Verein-Grüsselbach (KVG) alles aufgeboten um seinem Namen „Narrenhochburg im Hessischen Kegelspiel“ alle Ehre zu machen und das Narrenvolk zu begeistern.

Zentrum des Umzugs war der Wagen Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Pauline I. von Oberdorf und Tanzkultur und Seine Tollität Prinz Philipp I. von Ostwestfalia, Pirsch und Natur (Pauline und Philipp Heine) mit der schmucken Prinzengarde.

Sowohl das Prinzenpaar als auch die Prinzengarde, die nicht nur bei den Auftritten ihr Können gezeigt hatte, sondern auch beim Umzug in Hochstimmung war, trotzen mit strahlenden Gesichtern und Helau-Rufen, die vielstimmig erwidert wurden, dem miesen Wetter.

Neben den Grüsselbachern hatten sich auch Fuß- und Wagengruppen aus Rasdorf, Setzelbach, Haselstein, Kirchhasel, Mackenzell, Malges, Michelsrombach, Rückers, Schwarzbach, Silges/ Rimmels und Treischfeld/ Soisdorf an dem Umzug beteiligt.

Niklas Schwalbach und Kilian Spiegel hatten die Zuordnung zusammengestellt und ob der großen Fahrzeuge für ausreichend Sicherheitsvorkehrungen gesorgt.

Präsident Matthias Förster kommentierte die einzelnen Zugnummern mit passenden Worten. Angeführt wurde der Zug von der KVG-Puppe flankiert von einer Bütt mit Büttenredner.

Ihm folgten niedliche Narren, „Tagesmütter – Hexen“ , Clowns, Saunierer und der Rasdorfer Regionalmarkt. Natürlich hatten die Randstaaten eigene Motive und ihre Garden mitgebracht. Der Trommel- und Fanfarenzug der Feuerwehr Rasdorf kündigte lautstark den Prinzenwagen an.

Doch zuvor konnten sich die Zuschauenden davon überzeugen, dass allein der KVG mit der Perlen-, Mini-, Teenie und Junggarde und der Garde auf dem Prinzenwagen über fünf aktive Garden verfügt.

Mit lautstarker Musik machten Motivwagen der Randstaaten auf sich aufmerksam und luden ihrerseits zu Jubiläen in ihrer Gemeinde ein. Der Gefängniswagen, der den Schluss des Rosenmontagszugs bildete, füllte sich mit jedem Meter, bis kein Platz mehr auf ihm war.

Nach dem Ende des RoMo-Zuges wurde sowohl in der Narrhalla DGH als auch auf dem Vorplatz kräftig weitergefeiert. Für Essen und Trinken war dort und schon auf der Strecke des RoMo-Zugs besten gesorgt.

In der übervollen Narrhalla zeigten die Garden nochmal ihre fulminanten Gardetänze und kamen um eine Zugabe nicht umhin. Präsident Matthias Förster und das Prinzenpaar danken allen Aktiven und den vielen Helfenden für ihren großen Einsatz.