Gastbeitrag von Jennifer Schellenberg
Das Jobcenter Wartburgkreis und die SDW Soziale Dienstleistungsgesellschaft Wartburgkreis mbH haben eine Kooperationsvereinbarung für das Projekt „WIRkstatt Wartburg“ geschlossen.
Ziel des Vorhabens ist es, geflüchtete Menschen nachhaltig in den regionalen Arbeitsmarkt zu integrieren und zugleich stabile Netzwerke zwischen Arbeitsmarktakteuren im Wartburgkreis aufzubauen und zu stärken.
„Unser Projekt ist Teil des ESF-PLUS-Programms „WIR – Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales“, erläutert die Geschäftsführerin des Jobcenters, Angela Schreiber.
Es soll vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Dezember 2028 umgesetzt werden und wird zu 90 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.
Wie viele ländliche Regionen Thüringens befindet sich auch der Wartburgkreis in einem demografischen Wandel. Der Bedarf an Fach- und Arbeitskräften wächst, zugleich verändern sich Altersstruktur und Bevölkerungsentwicklung.
Viele geflüchtete Menschen, die inzwischen bei uns leben, bringen Motivation, Erfahrungen und Fähigkeiten mit und sind damit ein wichtiges Potenzial für den regionalen Arbeitsmarkt.
Gleichzeitig stehen sie beim Einstieg häufig vor strukturellen und individuellen Hürden, etwa bei Sprache, Anerkennung von Qualifikationen oder der Orientierung im System.
Hier setzt das Projekt „WIRkstatt Wartburg“ an. Mit einem ganzheitlichen Ansatz werden geflüchtete Menschen durch individuelle Beratung, Stabilisierung, Orientierung, Qualifizierung, Sprachförderung und betriebliche Erprobung auf realistische Beschäftigungs- und Ausbildungswege vorbereitet.
Ziel ist es, persönliche und strukturelle Hürden abzubauen und tragfähige Übergänge in Arbeit, Ausbildung oder weiterführende Qualifizierungsmaßnahmen zu ermöglichen.
Ein besonderer Fokus liegt darauf, Geflüchtete zu unterstützen, die beim Einstieg in Ausbildung oder Arbeit zusätzliche Hürden überwinden müssen, etwa aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen.
Durch die enge Zusammenarbeit von Jobcenter, Bildungsträgern, Unternehmen und weiteren Akteuren sollen nachhaltige Integrationsstrukturen im Wartburgkreis verankert werden.
Mit der Kooperation im Projekt „WIRkstatt Wartburg“ setzen das Jobcenter Wartburgkreis und die SDW mbH ein gemeinsames Zeichen für soziale Teilhabe, Fachkräftesicherung und eine zukunftsorientierte Arbeitsmarktintegration in der Region.
„Mit starken Partnern vor Ort, wird uns ein wichtiger Beitrag für unseren Wartburgkreis gelingen. Ich danke an der Stelle allen Akteuren und natürlich Stefanie Riede, der Geschäftsführerin der SDW“, zeigt sich Schreiber zuversichtlich.



