Gastbeitrag der Altenheimseelsorge Bistum Fulda
Eine besondere Feier der Zuneigung, Dankbarkeit und Verbundenheit erlebten die Bewohnerinnen und Bewohner des Caritas‑Altenpflegeheims St. Josef in Fulda.
Unter dem Leitgedanken „Noah und der Regenbogen“ fand eine musikalische Segensandacht für Paare statt, gestaltet von Seelsorge‑Begleiterin Michaela Wagner, Diakon Dr. mult. Meins G.S. Coetsier, sowie der Band Divine Concern mit Sängerin Tessa Jakobs.
Die Feier stand im Zeichen des Heiligen Valentin – dem Schutzpatron der Liebenden – und würdigte die oft jahrzehntelangen gemeinsamen Lebenswege der anwesenden Paare.
Ein Fest der Liebe – auch im hohen Alter
Zu Beginn begrüßte das Seelsorgeteam des Hauses die anwesenden Ehepaare sowie alle Bewohnerinnen und Bewohner, die einen geliebten Menschen im Herzen tragen. Die Andacht bot Raum für Erinnerungen, Dankbarkeit und stille Momente des Rückblicks.
In seiner Ansprache spannte Diakon Dr. Coetsier einen Bogen von der biblischen Erzählung Noahs bis zu den Lebensgeschichten der Paare im Saal.
Der Regenbogen, so erklärte er, sei ein Zeichen der Treue, der Hoffnung und des göttlichen Beistands – Werte, die sich auch in den Ehen der Anwesenden widerspiegeln.
Jede Farbe des Regenbogens, anschaulich dargestellt durch farbige Tücher von Frau Wagner, stand symbolisch für Erfahrungen, die ein gemeinsames Leben prägen: Liebe, Wachstum, Konflikte, Glück und die Kraft, auch schwere Zeiten miteinander zu tragen.
Individuelle Segnung für jedes Paar
Im Mittelpunkt der diesjährigen Valentinsfeier stand das Segensritual für die Liebenden. Die Paare wurden eingeladen, einander an den Händen zu halten oder sich bewusst anzusehen – ein stiller Moment, der viele sichtbar berührte.
Anschließend spendete der Diakon jedem Paar sowie einzelnen Bewohnerinnen und Bewohnern einen persönlichen Einzelsegen. Mit Handauflegung und Kreuzzeichen bat er um Kraft, Geduld, Trost, Liebe und den Frieden Gottes für die kommenden Lebenswege.
Ein rotes Herz als Zeichen der Verbundenheit
Unter den berührenden und sanften Gitarrenklängen von Tilo Zschorn erhielt zum Abschluss jeder Gast ein rotes Herz – liebevoll gestaltet von der Bastelgruppe des Hauses.
Dieses kleine Symbol sollte daran erinnern, dass Liebe auch im Alter lebendig bleibt und im Altenheim St. Josef ihren festen Platz hat.
Besonders beeindruckend waren die Lebensgeschichten der Paare: Einige blicken auf über 50 oder 60 gemeinsame Ehejahre zurück, ein Paar sogar auf mehr als 70 Jahre. Der Respekt und die Bewunderung für diese Lebensleistung waren im gesamten Raum spürbar.
Gemeinschaft bei Kaffee und Kuchen
Bei Kaffee und Kuchen klang die Feier in herzlicher Atmosphäre aus. Es wurde angestoßen – auf das Leben, die Liebe und die gemeinsam verbrachte Zeit.
Viele nutzten die Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Nachmittag in Gemeinschaft zu genießen.

















