„Die Liebe hört niemals auf“: Einkehrtag der Walldürnwallfahrer im Kloster Frauenberg

Gastbeitrag von Winfried Möller

Zum Einkehrtag der Walldürnwallfahrerinnen und -wallfahrer trafen sich diese im Kloster Frauenberg.

Er stand unter dem Leitwort der diesjährigen Wallfahrt: „Die Liebe hört niemals auf (1 Kor 13,8a)“. Den Impulsvortrag hielt Erzbischof em. Professor Dr. Ludwig Schick aus Bamberg.

Seinen Impulsvortrag hatte er mit „Warum Wallfahrt der Seele gut tut und die Gottesbeziehung verbessern kann“ überschrieben. Seit seiner Priesterweihe vor 51 Jahre fühle er sich der Fuldaer-Eichsfelder-Unterfrankener-Baunataler Wallfahrt zum Heiligen Blut nach Walldürn besonders verbunden.

Er bedanke sich bei allen, die die Tradition aufrecht hielten, denn Wallfahren gehöre zur DNA der Christen. Auf der Suche nach dem Reich Gottes, das Gerechtigkeit, Freude und Friede bedeute, den Mitmenschen und sich selbst, helfe wallfahren.

Im Gehen ließen sich viele Probleme lösen. Der Erzbischof betonte, dass die Wallfahrenden auf der richtigen Spur seien und beim Heiligen Blut in Walldürn anzukommen bedeute, bei Christus anzukommen. Wallfahren vermittele Hoffnung, die Lebenselixier sei und sei missionarisches Tun.

Sie gäbe jungen Menschen, die mitgingen, Geschmack am Leben. In Hinblick auf „800 Jahren Sterben des Heiligen Franziskus“, dessen in diesem Jahr gedacht würde, könne man sich inspirieren lassen das Leben gut zu gestalten.

So wäre es lohnenswert auf der Walldürnwallfahrt über das Nachzudenken, was Franziskus uns als Erbe hinterlassen .habe. Er habe die Schöpfung über alles geliebt habe, habe ein Beispiel gegeben, dass durch die Bewahrung der Schöpfung Gott als der Schöpfer erkannt werden könne.

In der Eucharistiefeier verband Erzbischof em. Professor Dr. Ludwig Schick seine Gedanken aus dem Vortrag mit dem Tagesevangelium und fasste dieses in den Schlagworten „Gönnt euch Bergerfahrungen; macht Himmelserfahrungen; schaut auf Jesus, dann wisst ihr, wo es lang geht“ zusammen. Jeus Christus sei Weg, Wahrheit und Leben und führe zum Ziel in den Himmel.

Traditionsgemäß begann der Einkehrtag in der Klosterkirche auf dem Frauenberg mit dem Kreuzweg aus dem Wallfahrtsbuch. Die Lieder zwischen den einzelnen Stationen wurden von den Walldürner Wallfahrtsmusikern (Leitung Michael Edelmann), die auch die Eucharistiefeier musikalisch gestalteten, begleitet.

Vor der Eucharistiefeier hatten die Teilnehmenden Gelegenheit sich bei Kaffee und Kuchen im Café Flora auszutauschen. Im Namen der Wallfahrtsleitung dankte Winfried Möller dem Referenten und Zelebrant, sowie den Mitarbeitenden von antonius Mensch im Café Flora für die Bereitstellung der Räume und die Versorgung.

Er lud zur Walldürnwallfahrt vom 30. Mai bis 3. Juni 2026 ein und wies darauf hin, dass die Teilnehmenden sich selbst um Verpflegung und Übernachtung in den Rastorten kümmern müssen.