Wanderung der Amphibien beginnt: Schutzzäune zwischen Frankenheim & Hilders

Gastbeitrag von Julia Wagner

Mit den ersten milderen Temperaturen beginnt für viele Amphibien die jährliche Wanderung zu ihren Laichgewässern. Kröten, Frösche und Molche verlassen ihre Winterquartiere und machen sich auf den Weg zu den Gewässern, in denen sie sich fortpflanzen.

Diese Wanderung ist für den Fortbestand der heimischen Arten von großer Bedeutung und findet vor allem in der Abenddämmerung sowie in den Nachtstunden statt.

Am Montag wurde am Ortsrand von Frankenheim in Richtung Hilders ein Amphibienschutzzaun aufgebaut. Mitarbeitende der Gemeinde Frankenheim errichteten gemeinsam mit dem Team des Naturschutzgroßprojekts „Thüringer Kuppenrhön“ den rund 400 Meter langen Zaun entlang der Landesstraße 1125.

Der Schutzzaun sorgt dafür, dass die Tiere auf ihrer traditionellen Wanderroute nicht direkt auf die Straße gelangen. Amphibien nutzen jedes Jahr die gleichen Wege, um von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern zu gelangen.

Ohne entsprechende Schutzmaßnahmen würden viele Tiere die Straßenüberquerung nicht überleben. Der Zaun lenkt sie deshalb in entlang der Strecke eingegrabene Eimer.

Ehrenamtliche im Einsatz

Wie bereits in den vergangenen Jahren wird der Zaun von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern kontrolliert und die eingesammelten Tiere zu ihren Laichgewässern gebracht.

Das Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ bittet daher allgemein um Rücksichtnahme und Unterstützung, damit die Amphibien ihre Laichgewässer sicher erreichen und auch in Zukunft zur heimischen Artenvielfalt beitragen.

Ein Dank gilt allen freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie allen Autofahrerinnen und Autofahrern für ihre Geduld und umsichtige Fahrweise.

Wer sich beim Krötensammeln oder bei anderen Naturschutzprojekten in der Region engagieren möchte, findet weitere Informationen hier: www.regiocrowd.com.

Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ gGmbH

Das Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ ist Teil des Förderprogramms chance.natur – Bundesförderung Naturschutz, mit dem der Bund Projekte von nationaler Bedeutung unterstützt.

Die Finanzierung erfolgt zu 75 Prozent durch den Bund, zu 15 Prozent durch den Freistaat Thüringen und zu 10 Prozent durch die Projektträger – mit der Heinz Sielmann Stiftung und dem Landschaftspflegeverband Thüringer Rhön.

Der Eigenanteil des Landschaftspflegeverbandes wird dabei zum Teil durch Mittel der Landkreise Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis sowie der Stiftung Naturschutz Thüringen kofinanziert.