Mitteilung der Gemeinde Friedelshausen
Im Nachgang zur Einwohnerversammlung am 9. März 2026 zum geplanten Windparkvorhaben sowie zur anschließenden Berichterstattung und einzelnen Leserbriefen möchte die Gemeinde Friedelshausen einige Punkte einordnen und richtigstellen.
Die Veranstaltung war von Anfang an als Einwohnerversammlung der Gemeinde Friedelshausen angesetzt. Ziel war es, die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde über den aktuellen Stand der Planungen zu informieren und einen direkten Austausch mit
BayWa r.e. zu ermöglichen.
Dieser Austausch hat konstruktiv, sachlich und gleichermaßen kritisch stattgefunden. Viele Fragen konnten im Rahmen der Versammlung besprochen werden.
Darüber hinaus waren auch die Ortsteilbürgermeister der umliegenden Orte als Multiplikatoren anwesend. Sie sollten sich aus erster Hand über den aktuellen Stand informieren, um diese Informationen in ihre jeweiligen Orte weitergeben zu können.
Die Gemeinde weist außerdem darauf hin, dass die Flächen, über die aktuell diskutiert wird, zwar auf dem Gebiet der Gemeinde Friedelshausen liegen, jedoch überwiegend Privateigentum sind.
Es handelt sich größtenteils um Flächen von privaten Eigentümern oder Erbengemeinschaften. Lediglich die Wege befinden sich im Eigentum der Gemeinde. Diese Differenzierung ist für die Diskussion um mögliche Handlungsspielräume der Gemeinde von Bedeutung.
Zudem stellt die Gemeinde klar, dass in Teilen der öffentlichen Darstellung ein falscher Eindruck über die mögliche Lage der Anlagen entstanden ist.
In der Einwohnerversammlung wurde seitens des Projektentwicklers BayWa r.e. von einem möglichen Gebiet auf der Gemarkung Friedelshausen in Richtung Schwarzbach gesprochen. Eine Darstellung, wonach sich die Anlagen zwischen Kaltenlengsfeld und
Friedelshausen befinden sollen, entspricht daher nicht der Darstellung aus der Veranstaltung.
Während der Versammlung kam es außerhalb des Gebäudes zeitweise zu lautstarken Rufen und Klopfgeräuschen an Fenstern, wodurch Beiträge im Saal zeitweise schwer zu verstehen waren und entsprechend darauf reagiert werden musste, um den Versammlungsverlauf nicht weiter zu stören. Dennoch konnte die Veranstaltung insgesamt geordnet durchgeführt werden.
Die Gemeinde Friedelshausen bedauert, dass in Teilen der öffentlichen Diskussion der Eindruck entstanden ist, Bürgerinnen und Bürger aus Nachbarorten seien bewusst ausgeschlossen worden.
Ziel der Veranstaltung war es jedoch zunächst, die Einwohnerinnen und Einwohner der direkt betroffenen Gemeinde zu informieren und ihnen Raum für Fragen und Austausch zu geben.
Darüber hinaus sind die Raumkapazitäten einer so kleinen Gemeinde begrenzt, wie sich auch am Montag zeigte. Daher wurde sich bewusst dafür entschieden, die Bürgermeister und Ortsteilbürgermeister der umliegenden betroffenen Gemeinden als Multiplikatoren einzuladen, um sie bei diesem Thema von Anfang an mitzunehmen.
Für Bürgerinnen und Bürger aus den umliegenden Städten und Gemeinden besteht selbstverständlich die Möglichkeit, entsprechende Informationsveranstaltungen auch vor Ort durchzuführen.
Interessierte können sich hierfür an die jeweiligen Bürgermeister ihrer Kommunen wenden. Gerade bei einem Thema von solcher Tragweite ist ein sachlicher Austausch mit Betrachtung von Fakten für und wider wichtig.
Die Gemeinde Friedelshausen setzt weiterhin auf Information, Transparenz und einen respektvollen Umgang miteinander auch über Gemeindegrenzen hinweg.
