Mitteilung des Bistums Fulda
Es war ein großer Tag für Ivan Kolodii: Der 31-jährige Ukrainer wurde am Sonntag (15. März) in der Fuldaer Stadtpfarrkirche zum Priester geweiht.
Die Feier erfolgte nach dem byzantinischen Ritus, dem die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche (UGKK) in der Ukraine sowie in Deutschland folgt.
Kolodii empfing die Weihe von Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh, dem Apostolischen Exarchen der UGKK in Deutschland. Zu den Konzelebranten in der Stadtpfarrkirche zählte auch der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber.
Der 31-jährige Ivan Kolodii war im September 2025 in der Stadtpfarrkirche zum Diakon geweiht worden. Sein Leitmotiv lautet: „Von ganzem Herzen möchte ich meine Berufung und die Kenntnisse, die ich während des Studiums erworben habe, für die Kirche einsetzen. Die schönste Berufung besteht darin, dem Nächsten zu dienen und dadurch ein Werkzeug in Gottes Händen zu sein.“
Der byzantinische Weiheritus weist verschiedene liturgische und rituelle Besonderheiten auf. Ein wesentlicher Unterschied zum römisch-katholischen Ritus liegt im eigenen liturgischen Ausdruck und in der kirchlichen Tradition.
Dazu gehört auch die Möglichkeit, dass Männer, die sich für ein Leben in der Familie entschieden haben und bereits vor der Diakonenweihe verheiratet waren, zu Priestern geweiht werden können. Kolodii ist seit Juni 2023 mit Anna Kolodii verheiratet.
Der feierlichen Priesterweihe folgte am Sonntag ein Empfang im „Haus der Kirche“. Der 31-Jährige Kolodii wird künftig die Ukrainische Kirchengemeinde betreuen und in der Seelsorge der Stadtpfarrei Fulda tätig sein, dort wird er auch im römisch-katholischen Ritus Liturgie feiern.



