Gastbeitrag von Stefanie Kießling
Das Heilwasser an den Trinkspendern in der Wandelhalle und im Kurhaus Bad Liebenstein läuft wieder. Es musste Ende Januar abgestellt werden, weil ein erhöhter Arsengehalt festgestellt wurde.
Seit Ende Januar war der Ausschank des Bad Liebensteiner Heilwassers ausgesetzt. Bei einer turnusmäßigen Wasserprobe war ein erhöhter Arsengehalt festgestellt worden.
Das Bad Liebensteiner Heilwasser gilt rechtlich als Medizinprodukt und unterliegt deshalb besonders strengen Anforderungen. Vor dem Ausschank wird es daher durch eine spezielle Adsorberfilteranlage geleitet, die den Arsengehalt entsprechend reduziert.
In den vergangenen Wochen wurden zahlreiche Maßnahmen an der Entarsenisierungsanlage vorgenommen. Unter anderem tauschte der städtische Wassermeister das Adsorbermaterial und Filter aus, spülte die Leitungen und nahm umfangreiche Wartungsarbeiten an der Anlage vor.
Außerdem wurde ein neuer Druckbehälter eingebaut. Die Anlage wurde im Zuge dieser Arbeiten grundlegend überprüft und technisch stabilisiert.
Der Austausch von Bau-Komponenten, Filtern und Adsorbermaterial führte zunächst jedoch nicht zu den notwendigen Messergebnissen. Erst der nochmalige Wechsel des Adsorbermaterials – ein spezielles Eisenhydroxid – brachte den gewünschten Erfolg.
Dieses musste dann noch „eingefahren“ werden. Dafür wurde circa eine Woche lang Heilwasser durch die Anlage geleitet, damit sich das Material aktiviert und gleichzeitig unerwünschte Stoffe ausgespült werden.
Die anschließend genommene Wasserprobe war wieder unauffällig: Der zuletzt gemessene Arsengehalt liegt derzeit bei weniger als 0,001 Milligramm pro Liter und damit deutlich unter dem zulässigen Grenzwert von 0,04 Milligramm pro Liter.
Nach der abschließenden mikrobiologischen Untersuchung, in der das Wasser mehrere Tage lang im Labor auf mögliche Keime überprüft wurde, erfolgte am Montag die Freigabe. Aktuell sind die Trinkspender in der Wandelhalle und im Kurhaus in Betrieb.
Die Außentrinkstellen an der Wandelhalle und am Brunnentempel werden in Laufe der nächsten Wochen wieder aktiviert, sobald es die Witterungsbedingungen zulassen. Gleiches gilt für die Armtauchbecken am Heilwasser-Kneipp-Becken.


