Gastbeitrag von Andrea Dominik
Entlang des Werratal-Radwegs setzen vier besondere Laderschaufel-Bänke im Wartburgkreis und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein sichtbares Zeichen für die gemeinsame Geschichte der Kaliregion.
Die symbolische Einweihung der ersten Bank fand am Mittwoch in Dankmarshausen statt. Damit wurde das Teilprojekt „Leben oben. Leben unten. Digitales Erleben im Kalirevier an der Werra“ im Rahmen des Förderprogramms „Zukunft Kaliregion 2.0“ abgeschlossen.
Moderiert wurde die Einweihung von Dr. Maximilian Kutzner von der Geschichtsmanufaktur Kutzner aus Rasdorf.
Die außergewöhnlichen Rastpunkte verbinden Industriekultur, regionale Identität und touristische Entwicklung. Entstanden sind Erinnerungsorte, die die Geschichte des Kalibergbaus und seine Bedeutung für die Menschen diesseits und jenseits der Landesgrenze auf besondere Weise sichtbar machen.
Landrat Dr. Michael Brodführer betont die Bedeutung des Projekts für den Wartburgkreis: „Die Laderschaufel-Bänke machen sichtbar, was unsere Kaliregion seit Generationen prägt: eine starke gemeinsame Geschichte, grenzüberschreitenden Zusammenhalt und den Mut, Tradition und Zukunft miteinander zu verbinden.
Mit diesem Projekt schaffen wir nicht nur besondere Orte der Erinnerung, sondern auch neue touristische Anknüpfungspunkte, die die Identität unserer Region erlebbar machen.“
Auch für den Landrat des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, Torsten Warnecke, hat die Einweihung besondere Bedeutung: „Der Kalibergbau ist für die Region ein elementarer Bestandteil unserer Identität.
Mit der Einweihung der speziellen Bänke sowie dem Hintergrund, dass die Schaufeln unter Tage den Rohsalzabbau im Werk Werra vorangetrieben haben und nun an Standorten in Hessen und Thüringen stehen, wurde anstelle einer zuerst vorgesehenen theoretischen Machbarkeitsstudie ein greifbares Ergebnis – auch das ist typisch für unsere Region.“
Jeder der vier Standorte erzählt einen eigenen Teil der Geschichte des Werra-Kalireviers. In Dankmarshausen wird an den ehemaligen Grenzbahnhof und den Transportweg zwischen Ost und West erinnert. In Tiefenort steht die enge Verbindung von Kaliindustrie und Sport im Mittelpunkt.
In Philippsthal wird das Berufsbild des Bergmanns im Wandel der Zeit thematisiert. Eine weitere Bank in Heringen wird die technische Entwicklung unter Tage von der Handarbeit bis zum modernen Schaufellader aufgreifen.
Mit dem Projekt wird deutlich, wie eng die Region historisch, wirtschaftlich und kulturell verbunden ist.
Gleichzeitig entstehen neue touristische Angebote, die dazu einladen, die Kaligeschichte entlang des Werratal-Radwegs neu zu entdecken. Die feierliche Einweihung wurde von Grußworten, einem Projekt-Rückblick und einem symbolischen Anradeln begleitet.
Hintergrund:
Im Förderprojekt „Zukunft Kaliregion 2.0“ arbeiten der Wartburgkreis und der Landkreis Hersfeld-Rotenburg länderübergreifend zusammen.
Ziel ist es, den Strukturwandel aktiv zu gestalten, die regionale Identität zu stärken und neue touristische sowie digitale Angebote für die Kaliregion zu entwickeln.




