Erfolgreiches Jahr für die Feuerwehr Kaltenlengsfeld: Rückblick, Ehrungen & Ausblick

Gut besuchte Feste, Einsätze und Übungsdienste, ein gepflasterter Hof und neue Mitglieder: Zur Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins Kaltenlengsfeld gab es am Samstag einen ausführlichen Rückblick auf das vergangene Jahr, Termine für die kommenden Wochen und Monate sowie eine Vielzahl an Dankes- und Lobesworten für die Vereinsmitglieder.

Begrüßt wurden die Anwesenden durch den Wehrleiter Kai Tröger, der auch die Gäste Erik Thürmer (Bürgermeister der Stadt Kaltennordheim) und Florian Bach (Kreisbrandmeister im KBM 4) herzlich willkommen hieß.

Zunächst wurde der stellvertretende Vereinsvorsitzende Florian Bauer zum Versammlungsleiter gewählt. Nachdem alle Formalitäten des Abends geklärt wurden, ging man auch gleich zum ersten erfreulichen Tagesordnungspunkt über: Die Aufnahme der neuen Mitglieder.

Mit Elias Berger, Emil Schmidt, Kurt Christiansen und Oscar Matz zählt die Jugendfeuerwehr, unter der Leitung von Andreas Beck, nun 26 zukünftige Feuerwehrmänner und -frauen. Dank Vanessa Berger, Sebastian und Beatrice Chilinski wächst der Verein nun auf 93 Mitglieder.

Für Einsätze gut aufgestellt

Wehrführer Kai Tröger blickte in seinen Ausführungen auf die Einsätze des vergangenen Jahres zurück. Insgesamt dreimal rückte die Mannschaft zu Notfällen im Dorf aus.

Der erste Einsatz war am 3. Mai. Hier wurde aufgrund einer Baumsperre in Richtung Kaltennordheim alarmiert. „Nach Beendigung der Pflasterarbeiten im Hof waren wir froh, dass es sich hierbei nur um einen Baum handelte, der die Straße versperrte“, so der Wehrführer.

Ein Wohnmobil, das am 4. November im Graben beim Dorfgemeinschaftshaus gelandet ist, war Grund für die nächste Alarmierung. Die anfangs nicht ansprechbare Person und der Wachhund im Fahrzeug hätten den Einsatz besonders schwierig gestaltet. Mit acht Kameraden war man hier für etwa anderthalb Stunden in Aktion.

Zu Nachlöscharbeiten im Wald bei Oepfershausen wurde die Wehr am 10. Dezember gerufen. Zu diesem Zeitpunkt war leider nur ein Kamerad im Dorf einsatzfähig, zwei weitere verließen ihren Arbeitsort.

Aufgrund fehlender Einweiser, Schilder oder Kegel war die Einsatzstelle für die Nachzügler nicht auffindbar. Tröger appellierte deshalb noch einmal: „Lasst bitte umgelegte Feuerwehrkegel, die ihr bei einem Spaziergang durch den Wald seht, liegen. Sie dienen den Feuerwehrkräften zum Auffinden des Einsatzortes.“

Weiter berichtete er, dass die Ausbildungs- und Übungsdienste im zweiwöchigen Rhythmus stattfinden. Maik Jönsson und Hannes Leister absolvierten den BOS-Funklehrgang, Felix Rauch bestand den Lkw-Führerschein. Für ihr Engagement wurde herzlich gedankt.

Die Einsatzabteilung besteht aktuell aus 15 Kameraden, darunter acht Atemschutzgeräteträger, vier Maschinisten und vier Gruppenführer. „Für einen so kleinen Ort sind wir relativ gut ausgerüstet“, meinte der Wehrführer, der stolz darauf sei, dass sich die Zahl in diesem Jahr noch einmal steigern werde.

Neuer Hof wird zum Gemeinschaftsprojekt

„Hinter uns liegt ein ereignisreiches Jahr, in dem unser Verein wieder sehr aktiv war“, so die Vereinsvorsitzende Christina Rauch. Nachdem in der Vergangenheit viel Zeit und Geld in den Umbau des Vereinszimmers investiert wurde, lag 2025 der Schwerpunkt der Investitionen auf dem Hof vor dem Feuerwehrgerätehaus.

„Die Sanierung unseres Hofes war im vergangenen Jahr ein echtes Herzensprojekt – und gleichzeitig eine enorme Gemeinschaftsleistung“, blickte Rauch zurück.

In rund 1.200 Arbeitsstunden wurde der Hof komplett neugestaltet. Dabei wurden unter anderem große Mengen Material bewegt, Pflaster verlegt sowie die Infrastruktur für Strom und Wasser erneuert. „Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen“, so die Vorsitzende, die der Stadt Kaltennordheim sowie allen Firmen, Unterstützern und Helfern herzlich dankte.

Einen besonderen Dank sprach sie Florian Bauer, Christopher Hellmann und Christian Heil aus, die maßgeblich zum Gelingen beigetragen haben. Der Jagdgenossenschaft gebührte ein Dank für die geleistete Finanzspritze.

„Natürlich gilt auch ein großer Dank den Jungs der Einsatzabteilung und auch den Kids der Jugendfeuerwehr, die vor allem beim Pflastern fleißig mit anpackten“, hieß es.

Nachwuchsarbeit im Fokus

Weiterhin blickte die Vereinsvorsitzende voller Stolz auf die wachsende Jugendabteilung. Ihren Dank sprach sie den Jugendwarten Andreas Beck und Stefan Schmidt aus, die auch im vergangenen Jahr kontinuierlich eine hervorragende Arbeit leisteten: „Ihr versteht es, den Kindern das Thema Brandschutz auf eine spielerische und zugleich lehrreiche Weise näherzubringen.“

Mit derzeit 26 Kindern zählt die Kaltenlengsfelder Jugendabteilung zu einer der stärksten im Stadtgebiet Kaltennordheims. Zehn Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren und 16 Kinder zwischen 10 und 16 Jahren halten die Jugendwarte auf Trapp.

„Unser Ziel ist es, dass die Kinder mit Spaß zur Jugendfeuerwehr gehen“, erläuterte Andreas Beck. Gemeinsam mit Stefan Schmidt, Paul Hübner, Evan Beck und Chris Holy-Pfalzgraf schafft es der Jugendwart, die Übungsstunden im zweiwöchigen Rhythmus stattfinden zu lassen.

Neben den Einblicken in die Feuerwehrtechnik und Gerätekunde,  stehen Löschangriffe, ein Erste-Hilfe-Kurs sowie die Unterstützung bei den zahlreichen Festivitäten des Vereins auf dem Programm. Ein Highlight im letzten Jahr war das Kreisjugendzeltlager in Breitungen, das allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Andreas Beck fügte hinzu, dass es aufgrund der großen Anzahl an Kindern und Jugendlichen schwierig sei, Ausflüge zu unternehmen: „Uns fehlt einfach eine Transportmöglichkeit.“ Der Wunsch nach einem Mannschaftstransportwagen, auch in Anbetracht auf die wachsende Einsatzabteilung, bestehe weiterhin.

Nachdem Nico Denner, in Vertretung für den Kassenwart Tobias Reinhard, die Anwesenden über die Einnahmen und Ausgaben des Vereins informierte, wurden Stefan Schmidt und Ricardo Berger als neue Kassenprüfer für das laufende Jahr einstimmig gewählt und die Vorstandmitglieder entlastet.

Mehr Feste als Einsätze

Dass die Kaltenlengsfelder Feuerwehr feiern kann, ist in der Region durchaus bekannt. So startete man bereits im Januar 2025 mit der recht neuen Tradition des Flögelfeuers: Die Jugendfeuerwehr sammelte am Morgen die Weihnachtsbäume im Dorf ein, am Abend traf man sich bei Glühwein und einer wärmenden Suppe im Park.

Im April ging es weiter mit dem Frühjahrsputz im Dorf: „Ohne Worte, was wir hierbei alles zusammentrugen“, erinnerte sich die Vereinschefin. Auch über ein gut besuchtes Maifeuer freute man sich Ende April.

Der traditionelle Operettennachmittag sorgte im Mai erneut für nahezu ausverkauften Saal. „Die Bühnenbesetzung der Meininger Mélange fühlte sich bei uns erneut sehr wohl, die beiden Solisten Alexandra Wija und Frederik Baldus begeisterten das Publikum“, sagte Rauch.

Ende Mai folgte das Feuerwehrfest - dieses Mal im neuen Feuerwehrhof, der feierlich eingeweiht wurde. Mit Banddurchschnitt, Blasmusik, Spielen und Sonnenschein erlebten die Gäste einen schönen Nachmittag.

Im September nahm der Feuerwehrverein an der „Baumpflanz-Challenge“ teil und leistete damit seinen Beitrag für die Streuobstwiese im Dorf. Ein lustiges Video, das zur Versammlung gezeigt wurde, ist dabei entstanden.

Am ersten Novemberwochenende folgte die dreitägige Kirmes. Halloween-Party, Tanzabend, Frühschoppen und Kirmesbeerdigung wurden gemeinsam organisiert und lockten viele Gäste ins Dorfgemeinschaftshaus.

Und auch in diesem Jahr will der Verein seine Gastfreundlichkeit unter Beweis stellen: Die erste Veranstaltung, die Rocknacht in den Frauentag, fand bereits im März statt.

Nun folgt am 11. April der Frühjahrsputz im Dorf, bei dem sich der Feuerwehrverein beteiligen möchte. Am 1. Mai wird dann zum Maifeuer hinter dem Dorfgemeinschaftshaus eingeladen: Wildgulasch-Suppe und Wildbratwürste stehen unter anderem auf der Speisekarte.

Musikliebhaber dürfen sich den 9. Mai schon einmal im Kalender markieren: Der Operettennachmittag, unter dem Motto „Es war einmal… Eine musikalische Märchenfahrt durch Oper, Operette & Musical“, beginnt wie gewohnt um 14.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Der Kartenvorverkauf startet nach Ostern.

Das Feuerwehrfest im Park ist für den 13. und 14. Juni geplant. Die Vorbereitungen laufen bereits: Für Blasmusik am Sonntag sorgen die Gleichbergmusikanten.

„Ich kann es nicht oft genug sagen - Wir können die Feste nicht ohne Helfer auf die Beine stellen“, so Christina Rauch, die allen von Herzen dankte, die mit ihrer Zeit, ihrem Engagement und ihrer Unterstützung diese Feste möglich gemacht haben.

Abschließend sagte sie: „Gemeinsam haben wir das Jahr 2025 zu etwas Besonderem gemacht und einen Beitrag für ein gemeinsames Dorfleben geleistet.“

Treue Dienste in der Feuerwehr

„Jetzt kommen wir zu meinem persönlichen Lieblingspunkt heute Abend“, sagte Kai Tröger, als es um die Beförderungen und Ehrungen in der Einsatzabteilung ging.

Die Medaille für 10 Jahre treue Dienste am Bande wurde an Franz Ebert, Tobias Leister und nachträglich an Florian Bauer übergeben. Über das Silberne Abzeichen für 25 Jahre treue Dienste am Bande durfte sich Nico Denner freuen.

Außerdem wurde Hannes Leister zum Oberfeuerwehrmann befördert. Die Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme am BOS-Funklehrgang erhielten Tobias Leister, Hannes Leister und Maik Jönsson.

Bürgermeister Erik Thürmer und Kreisbrandmeister Florian Bach gratulierten den Einsatzkräften für ihre Auszeichnungen.

Dankesworte zum Abschluss 

Zum Abschluss der Versammlung bat der Versammlungsleiter Florian Bauer die Gäste zu Wort. Bürgermeister Erik Thürmer bedankte sich zunächst für die Einladung und die ausführlichen Berichte des Vorstandes.

Die Pflasterfläche im Feuerwehrhof sei eine große Leistung gewesen, wofür die Stadt Kaltennordheim den Beteiligten herzlich dankte. „Wir werden immer versuchen, Euch zu unterstützen. Die Feuerwehr und der Verein sollen am Leben gehalten werden“, so Thürmer.

Auch Kreisbrandmeister Florian Bach ergriff im Anschluss das Wort. Er sprach seinen Dank allen Einsatzkräften aus: „Eure Zahlen sind jedes Jahr beeindruckend - sowohl in der Einsatzabteilung als auch in der Jugendfeuerwehr.“ 

Zum Schluss wünschte er allen, dass sie gesund von allen Einsätzen zurück kommen würden.