Gastbeitrag von Sabine Göbel
In einer Kirchenorgel können Pfeifen und Zungen gleichzeitig erklingen – beim Duo „Pipes & Reeds“ begegnen sie sich in ganz unterschiedlichen Instrumenten.
Das Künstlerpaar Ulrike und Claus von Weiß stellte dem Publikum im Ostheimer Orgelbaumuseum am 25. April in einem abwechslungsreichen Konzert mehrere selten zu hörende Instrumente vor.
Diese wurden in vielfältigen Kombinationen, teils auch mit Gesang, meisterhaft dargeboten. Ulrike von Weiß brachte unter anderem ein Portativ mit – eine kleine mittelalterliche Pfeifenorgel, die mit der rechten Hand gespielt wird, während die linke den Blasebalg bedient.
Ähnlich funktioniert das indische Harmonium, dessen Töne jedoch durch Metallzungen erzeugt werden. Für besondere Heiterkeit sorgte die Künstlerin, als sie mit zwei Löffeln eine Polka rhythmisch begleitete.
Claus von Weiß präsentierte gleich zwei Dudelsäcke: ein Hümmelchen, einen leisen Dudelsack aus der Renaissance, sowie eine Säckpipa, ein kleines schwedisches Instrument, das augenzwinkernd als „aufgeregt bei seinem ersten Auftritt“ angekündigt wurde.
Außerdem kamen eine English Concertina – ein kleines Handzug-Instrument, das dem Akkordeon ähnelt, jedoch Einzeltöne spielt – sowie zwei Mundharmonikas zum Einsatz.
Eingängige traditionelle Melodien aus England und Skandinavien sowie Eigenkompositionen bereiteten den begeisterten Besuchern große Freude.











