Aufforsten im Stadtwald: Geisa pflanzt 600 Lärchen & 50 Weißtannen

Mitteilung der Stadt Geisa

Die Mitarbeiter von Stadtverwaltung und Bauhof der Stadt Geisa setzen ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und Naturschutz: Sie pflanzten gemeinsam 600 Lärchen und 50 Weißtannen im kommunalen Stadtwald in der Gemarkung Geismar unterhalb des Geisaer Ämter Kreuzes.

„An dieser Stelle mussten wir Kahlschläge von vom Borkenkäfer befallenen Fichten vornehmen“, informierte Revierförster Sven Roos vor Ort.

Er zeigt dann den fleißigen Helfern wie und in welchen Abständen die Setzlinge eingepflanzt werden. Mit großem Eifer, aber auch mit viel Spaß ging es dann an die Arbeit.

Auf den etwa 0,3 Hektar hat sich der Wald zwar wieder natürlich verjüngt, die Neuanpflanzung soll allerdings unterstützen.

„Die Lärche ist eine Lichtbaumart mit schnellem Jugendwachstum und erhöhter Trockentoleranz gegenüber der Fichte“, so der Revierförster. Damit eignet sie sich für Standorte mit begrenzter Bodenfeuchte und offenen Flächen nach Kalamität.

Kalamitäten sind Schadenereignisse, die über normale forstliche Schäden hinausgehen wie Sturmwürfe, Trockenheit oder eben die Massenvermehrungen von Schädlingen wie dem Borkenkäfer.

„Diese Notlagen erfordern oft eine schnelle Aufarbeitung des Holzes und führen zu einer dauerhaften Veränderung der betroffenen Waldfläche“, so Roos.

Die Weißtanne habe ein stabiles Wurzelsystem und eine hohe Schattentoleranz. So wurde diese bei der Pflanzaktion unter vorhandenen alten Kiefern gepflanzt.

Für die Anpflanzung wurden Topfpflanzen verwendet, um die Anwuchsbedingungen zu optimieren und das Keimlingsüberleben zu erhöhen.

Abschließend erfolgte eine Markierung der Pflanzflächen mit blauen Fiberglasstäben, die gleichzeitig als Fegeschutz dienen, um junge Setzlinge vor Wild- und Vogelfraß zu schützen.

Bürgermeisterin Manuela Henkel dankte den Kollegen fürs Anpacken und betonte: „Bei all den vielen politischen Themen dürfen wir unseren Wald nicht vergessen, wir wollen mit dieser Pflanzaktion auch Verantwortung für kommende Generationen übernehmen.“