Ein Ja, das aufatmen lässt – Festliche Amtseinführung von Katrin Mang

Gastbeitrag von Julia Otto

Unter dem Leitgedanken „Hier ist etwas!“ wurde am Sonntag in der St. Laurentiuskirche Kaltenwestheim die Amtseinführung von Pfarrerin Katrin Mang als Gemeinde- und Kreisjugendpfarrerin gefeiert.

Sie wurde zum 1. März 2026 in das Pfarrdienstverhältnis auf Lebenszeit berufen, erhält die Pfarrstelle Kaltenwestheim (halber Dienstauftrag) und übernimmt für sechs Jahre die Kreisjugendpfarrstelle im Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach.

Rund 200 Menschen aus Politik, Kirche, Gemeindegliedern, Familie sowie dem Kreis von Wegbegleitern und Freunden nahmen an dem festlichen Gottesdienst teil.

Die große Beteiligung und das Zusammenspiel unterschiedlicher Generationen prägten den Festgottesdienst und verliehen ihm eine besonders herzliche und lebendige Atmosphäre.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vielfältig gestaltet – mit gemeinsamen Beiträgen der beiden Chöre „Mittendrin“ aus Mittelsdorf und Erbenhausen/Reichenhausen unter Leitung von Regine Büchner sowie Orgelmusik von Stephan Ader.

Die feierliche Amtseinführung wurde von Superintendent Christoph Ernst vorgenommen, assistiert von Familie, Gemeindekirchenräten sowie Pfarrerinnen, Pfarrern und Gemeindepädagoginnen des Kirchenkreises, die alle ihre Segenswünsche übermittelten.

In seiner Ansprache blickte der Superintendent auf Katrin Mangs bisherigen beruflichen Lebensweg.

Er würdigte die Theologin mit den Worten: „Katrin Mang ist eine sehr aufmerksame, achtsame und bedächtige Theologin und Pfarrerin, die nicht immer gleich sehr viel sagt und sich nach vorn drängt, dafür aber dann, wenn sie etwas sagt, dies auch mit theologischer Tiefe und mit Weitblick tut.“

Mit dem Bibelwort aus Jakobus 1,19 – „Schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn“ – gab er Katrin Mang einen geistlichen Leitgedanken für ihren Dienst mit auf den Weg und wünschte ihr Ruhe und Kraft für ihre Aufgaben in Gemeinde und Kirchenkreis.

Christoph Ernst verwies zudem darauf, dass nach dem Entsendungsdienst für Pfarrerinnen und Pfarrer oft die Frage stehe, ob der eingeschlagene Weg der richtige sei oder neue Wege in Betracht gezogen werden sollten.

Umso mehr habe die Entscheidung für Kaltenwestheim im Kirchenkreis große Erleichterung und Freude ausgelöst: „Dass Du, Katrin, Dich für Kaltenwestheim entschieden hast – da haben ganz viele aufgeatmet und freuen sich heute – ja, sie bleibt bei uns.“

Zugleich verwies er auf die Herausforderungen einer jungen Pfarrerin in einer Zeit rascher Veränderungen in der Kirche, in der sich Gemeinden und Kirchenkreise kontinuierlich wandeln und Anpassung erfordern.

Dass die Einführung nicht mehr in eine volle Gemeindepfarrstelle für die bisherigen drei Kirchengemeinden erfolgte, sei Teil dieser Entwicklung.

Umso mehr begrüßte er, dass Katrin Mang sich bewusst auf neue Strukturen eingelassen habe und künftig zusätzlich in der Jugendarbeit des Kirchenkreises tätig sein wird.

Deutlich wurde an diesem Tag auch die aktive Beteiligung der jungen Generation, die die neue Kreisjugendpfarrerin einbezog: Konfirmandinnen und Konfirmanden gestalteten den Gottesdienst mit und äußerten, was ihnen an der Kirche gefällt und welche Wünsche sie für deren Zukunft haben.

Die Predigt von Katrin Mang zur Einführung stellt den Gedanken „Hier ist etwas!“ in den Mittelpunkt und verbindet ihn mit der persönlichen Erfahrung des Ankommens in der Rhön.

Aus dem anfänglichen Eindruck von Weite und Ungewissheit wird die Erkenntnis: In der Region und im Pfarrbereich ist bereits viel Leben, Gemeinschaft und Glauben vorhanden.

Katrin Mang betonte zugleich ihre Dankbarkeit für die spürbare Zugehörigkeit ihrer Familie im Kirchenkreis. Sie hob hervor, dass die Gemeinschaft vor Ort für sie ein zentrales Geschenk sei, das sie als Gottes Werk versteht.

Diese Gemeinschaft sei kein Ergebnis einzelner, sondern entstehe durch das Zusammenspiel vieler Menschen mit unterschiedlichen Gaben und Engagement – im Sinne echter Teamarbeit.

„In diese Gemeinschaft sind wir als Familie hier hineingekommen und wir haben uns schnell zugehörig gefühlt“, freut sich Katrin Mang.

Zugleich betonte sie die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft von Kirche und Glauben: „Es ist also Gottes Werk, an dem wir mitarbeiten.“ Grundlage bleibe der gemeinsame Glaube an Jesus Christus.

Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten zahlreiche Gäste beim Empfang vor der Kirche die Gelegenheit zur Gratulation und zur Übergabe von Geschenken.

Bürgermeister Erik Thürmer (CDU) überreichte dabei ein Olivenbäumchen mit den Worten: „Dass etwas Gutes wachsen möge.“

Pfarrerin Katrin Mang zeigte sich bewegt: „Danke an alle, die gekommen sind und mich bis hierher begleitet haben, an alle, die den Gottesdienst so lebendig gemacht haben und an alle, die diesen Tag vorbereitet haben.“