Gastbeitrag von Nicole Steffens
Am Werratal-Radweg in Philippsthal lädt ab sofort eine beeindruckende Laderschaufel-Bank zur Rast ein. Als Teil des länderübergreifenden Projekts „Leben oben. Leben unten.“ wurde am Werratal-Radweg eine markante Laderschaufel-Bank aufgebaut.
Das tonnenschwere Exponat, das bis 1993 in der Grube Merkers im Einsatz war, dient nun als symbolträchtiger Rastplatz für Radfahrer und Wanderer.
Der Standort im „Burgholz“ zwischen dem Kernort und Harnrode wurde bewusst gewählt: Von der Bank aus bietet sich ein direkter Blick auf die Fabromanlagen und den Förderturm des K+S-Werks Hattorf.
Die Schaufel selbst ist ein echtes Schwergewicht der Bergbauhistorie: Mit einer Masse von 3,5 Tonnen und Maßen von 3,5 mal 1,8 mal 1,7
Metern verdeutlicht sie die gewaltigen Dimensionen der Arbeit unter Tage.
Ursprünglich gehörte das Exponat zu einem Fahrlader der Bergwerksmaschinenfabrik Dietlas, der bis zum Jahr 1993 in der Grube Merkers abgesprengtes Rohsalz beförderte.
Während die Bank als „Geschichte zum Anfassen“ fungiert, liefert ein integrierter QR-Code die digitale Ebene. Besucher können dort Fotos und Videos abrufen, die insbesondere das Berufsbild des Bergmanns im Wandel der Zeit beleuchten.
Die Aufstellung und Gestaltung des Platzes wurde tatkräftig durch den Bauhof der Gemeinde umgesetzt. Bürgermeister Timo Heusner hebt die Bedeutung des neuen Erinnerungspunktes hervor: „Das Projekt, das durch das Programm „Zukunft Kaliregion 2.0“ gefördert wurde, unterstreicht die tiefe Verbundenheit der Gemeinde mit dem Kalibergbau.“
Philippsthal ist einer von vier Standorten im Werra-Kali-Revier. Während in Dankmarshausen und Tiefenort bereits ähnliche Bänke stehen, wird in Kürze eine vierte Schaufel in Heringen das Quartett vervollständigen.
Gemeinsam bilden sie ein industriekulturelles Band entlang des Radwegs, dass die Identität der Region über Landesgrenzen hinweg stärkt.


