Mitteilung des Bistums Fulda
Am kommenden Samstag wird erstmals bundesweit der „Ehrentag“ gefeiert – ein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier initiierter Mitmachtag zum 77. Geburtstag des Grundgesetzes.
Ziel des Ehrentages ist es, ehrenamtliches Engagement sichtbar zu machen, Menschen zum Mitwirken zu ermutigen und das gesellschaftliche Miteinander zu stärken.
Auch im Bistum Fulda steht der Tag ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Demokratie und Solidarität: Mit vielfältigen Veranstaltungen und Mitmachangeboten setzen kirchliche Einrichtungen und Ehrenamtliche ein Zeichen für gelebten Zusammenhalt.
Der Ehrentag erinnert daran, dass Demokratie vom Engagement der Menschen lebt, die Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen.
Das Bistum Fulda beteiligt sich mit mehreren Initiativen, die unterschiedliche Facetten ehrenamtlichen Handelns sichtbar machen – von spontanen Jugendaktionen über Begegnungsangebote bis hin zu Bildungsformaten und konkretem Einsatz beim Hessentag.
Erfahrungsräume, in denen Zusammenhalt wächst
Für Fuldas Bischof Dr. Michael Gerber liegt der Schlüssel für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Haltung in konkreten Erfahrungen.
Demokratie und Engagement entstünden nicht abstrakt, sondern dort, wo Menschen erleben, dass ihr Einsatz wirksam ist und Gemeinschaft stärkt.
Gerade kirchliche Kinder- und Jugendarbeit könne solche Erfahrungsräume eröffnen, in denen junge Menschen Selbstwirksamkeit und Verantwortung für andere unmittelbar erfahren.
„Es lohnt sich, sich für andere Menschen einzusetzen“, betont Gerber. Solche Erfahrungen ermöglichten es, über die eigene Lebenswelt hinauszublicken und gesellschaftliche Fragen nicht nur theoretisch, sondern im direkten Kontakt mit anderen Menschen und ihren Lebensgeschichten zu verstehen.
Beispiele dafür sieht der Bischof im ehrenamtlichen Engagement an den unterschiedlichsten Stellen: etwa beim Katholikentag, der „72-Minuten-Aktion“ des BDKJ oder im Einsatz zahlreicher Freiwilliger beim Hessentag.
BDKJ ruft zu „72-Minuten-Aktionen“ auf
Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Fulda beteiligt sich mit kreativen „72-Minuten-Aktionen“ am Ehrentag – in Anlehnung an die 72-Stunden-Aktion (10. bis 13. Juni 2027) im kommenden Jahr.
Im Zeitraum bis 31. Mai 2026 sind Gruppen, Gemeinden und Einzelpersonen eingeladen, mit kleinen, überschaubaren, niedrigschwelligen Aktionen Großes zu bewirken – etwa durch Begegnungsangebote, soziale Hilfsaktionen oder kreative Projekte im öffentlichen Raum.
Mit einem „Mai-Putz“ rund um die Kirche dabei sind in Nordhessen Heilig Kreuz Fuldatal, Heilig Geist Grebenstein und Heilig Geist Vellmar. In Marburg öffnet das KA.RE sein „Käffchen am KA.RE“ am 26. Mai (7.30 Uhr bis 8.42 Uhr).
Mit der Aktion „Grundgesetz erleben“ zum 77. Geburtstag des Grundgesetzes lädt der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) am 23. Mai (11 Uhr bis 14 Uhr) in den Fuldaer Domgarten ein. Wer kommt, kann sich spielerisch und ideenreich mit Werten der Demokratie auseinanderzusetzen.
Akademieabend verbindet Demokratiegeschichte und Pilgerweg
Bereits am 21. Mai lädt die Akademie des Bistums Fulda zu einem besonderen Auftakt im Rahmen des Ehrentages ein. Den Beginn bildet eine gemeinsame Wanderung auf dem Bonifatiusstieg (16.30 Uhr), dessen Entstehung selbst Ausdruck bürgerschaftlichen Engagements ist.
Vom Frauenberg führt der Weg zur Katholischen Akademie und bietet Raum für Gespräche über Demokratie, Verantwortung und ehrenamtliches Handeln.
Im anschließenden Akademieabend (19 Uhr) im Fuldaer Bonifatiushaus beleuchtet die Politikwissenschaftlerin und Journalistin Sabine Böhne-Di Leo in ihrem Vortrag zur Entstehung des Grundgesetzes die historische und gesellschaftliche Bedeutung der deutschen Verfassung.
„Im Herzen eins“: Ehrenamtliche gestalten den Hessentag mit
Wie unverzichtbar ehrenamtliches Engagement für das kirchliche Leben ist, zeigt sich auch mit Blick auf den Hessentag 2026 in Fulda.
Unter dem Motto „Im Herzen eins“ bereiten sich das Bistum Fulda, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), die Evangelische Kirche von Hessen-Nassau (EKHN) gemeinsam mit Caritas und Diakonie sowie zahlreichen Freiwilligen auf ihre ökumenische Präsenz auf dem großen Hessischen Landesfest vor.
Am Donnerstag, 21. Mai, findet dazu eine Ehrenamtsschulung für alle statt, die sich beim Hessentag einbringen möchten. Gesucht werden Menschen, die Besucherinnen und Besucher willkommen heißen, Gespräche führen oder bei Aufbau, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen unterstützen.
Die Schulung ist zugleich Ausdruck dessen, was den Ehrentag prägt: Kirche lebt dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft gestalten.
Übrigens: Auch wer nach diesem Termin dazu kommt, ist im Hessentags-Team herzlich willkommen mit seinem ehrenamtlichen Engagement.
Caritas lädt zur „Engagement-Schmiede“ ein
Mit einer offenen Mitmachveranstaltung beteiligt sich auch der Caritasverband für die Diözese Fulda am Ehrentag. Am Samstag, 23. Mai, (11 bis 14 Uhr) öffnet die „Caritas-Engagement-Schmiede“ in der ehemaligen Fuldaer Dombuchhandlung in der Domdechanei ihre Türen.
Unter dem Motto „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“ können Besucherinnen und Besucher verschiedene Formen freiwilligen Engagements kennenlernen und direkt aktiv werden.
Ein „Schwarzes Brett“ informiert über konkrete Ehrenamtsmöglichkeiten in Einrichtungen der Caritas und über Aktionen des BDKJ.
Ergänzt wird das Angebot durch kreative Mitmachaktionen wie das Upcycling von Tetrapacks zu Blumentöpfen, das Schreiben von „Herzensgrüßen“ für Seniorinnen und Senioren oder Pflegekräfte sowie ein Begegnungscafé.
Weitere Infos zu den Veranstaltungen und zum Ehrentag: www.bdkj-fulda.de, www.katholische-akademie-fulda.de, www.caritas-fulda.de, www.im-herzen-eins.info, www.ehrentag.de.
Stichwort: Ehrentag
Der Ehrentag ist ein neuer, bundesweiter Mitmachtag für Demokratie und gesellschaftliches Engagement, den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ins Leben gerufen hat. Er findet erstmals am 23. Mai 2026 statt – dem 77. Geburtstag des Grundgesetzes.
Unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle.“ sind Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Kommunen und Unternehmen eingeladen, sich mit eigenen Aktionen einzubringen – etwa durch gemeinschaftliches Engagement, Nachbarschaftsprojekte oder öffentliche Veranstaltungen.
Ziel ist es, das Ehrenamt sichtbar zu machen, das gesellschaftliche Miteinander zu stärken und die Bedeutung des Grundgesetzes als Fundament der Demokratie erlebbar zu machen.




