Vertrauen auf den Heiligen Geist – Weihbischof predigt im Fuldaer Dom

Mitteilung des Bistums Fulda

Mit einem eindringlichen Appell zu Vertrauen, Wahrhaftigkeit und gegenseitigem Beistand hat Fuldas Weihbischof und Domdechant Prof. Dr. Karlheinz Diez am Pfingstmontag im Fuldaer Dom die Gläubigen dazu ermutigt, sich bewusst dem Wirken des Heiligen Geistes anzuvertrauen.

In seiner Predigt stellte er die bleibende Bedeutung des Pfingstfestes angesichts von Christenverfolgung, Krieg und gesellschaftlicher Verunsicherung heraus.

Ausgehend vom Evangelium des Pfingstmontags erinnerte der Weihbischof daran, dass die Nachfolge Jesu nie frei von Widerständen gewesen sei. Schon die ersten Jünger seien mit Ablehnung und Verfolgung konfrontiert worden. Eine Erfahrung, die viele Christinnen und Christen weltweit bis heute machten.

Zugleich betonte er die tröstliche Zusage Gottes, die Gläubigen nicht allein zu lassen. Mit der Sendung des Heiligen Geistes schenke Gott seinen Beistand und damit eine Kraft, die Menschen gerade in schwierigen Lebenssituationen trage und ermutige.

„Wenn jemand sagt: ,Ich gehe mit dir, du bist nicht allein‘, dann ist das heilsam“, so der Weihbischof. Wo Menschen einander im Alltag beistehen, Anteil nehmen und Verantwortung füreinander tragen, werde bereits etwas vom Wirken des Heiligen Geistes sichtbar.

Wahrheit schafft Orientierung

Ein weiterer Schwerpunkt der Predigt lag auf der Bedeutung der Wahrheit. Der Heilige Geist sei nach christlichem Verständnis nicht nur Tröster und Ratgeber, sondern auch „Geist der Wahrheit“.

Angesichts gesellschaftlicher Verunsicherung und der zunehmenden Schwierigkeit, Wahrheit von Falschinformation zu unterscheiden, rief der Weihbischof dazu auf, sich bewusst für Wahrhaftigkeit einzusetzen. Wahrheit schaffe Klarheit, Orientierung und Vertrauen für ein gelingendes menschliches Miteinander.

Pfingsten als Fest des Verstehens und der Erneuerung

Pfingsten bezeichnete der Weihbischof als „Fest des Verstehens“. Der Heilige Geist verbinde Menschen über Grenzen hinweg und ermögliche neue Verständigung.

Dabei erinnerte er an den heiligen Papst Johannes XXIII., für den Pfingsten das bevorzugte Fest gewesen sei, verbunden mit der Hoffnung auf eine geistliche Erneuerung der Kirche.

Mit dem abschließenden Ruf „Ambulate in Spiritu Sancto – Wandelt im Heiligen Geist!“ gab der Weihbischof den Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern einen geistlichen Impuls mit auf den Weg.

Musikalisch gestaltet wurde der Pfingstgottesdienst vom JugendKathedralChor unter der Leitung von Domkapellmeister Franz-Peter Huber. An der Orgel spielte Domorganist Max Deisenroth.