Sportliches Schmuckstück ist fertig – Vacha feiert das neue Heim des VfB

Gastbeitrag von Kathrin Hill

Die Stadt Vacha feierte am Freitag die feierliche Neueröffnung des neuen Sportlerheims des VfB 1919 e.V. Vacha. Zahlreiche Vereinsmitglieder, Stadträte, Fördermittelgeber sowie am Bau beteiligte Unternehmen nahmen an der Einweihung teil.

Zu den Gästen zählten der David Jäger, Vorsitzender des VfB, Guntram Wothly, Vertreter der Thüringer Staatskanzlei, der 2. Kreisbeigeordnete Martin Rosenstengel, Bürgermeister Martin Müller sowie Elvira Fischer, Vorsitzende des Kreissportbundes.

Der Neubau des Sportlerheims war dringend notwendig geworden, da sich das bisherige Sportlerheim in der Gaststätte Oechsetal in einem desolaten Zustand befand. Massive Baumängel sowie fehlende Erweiterungsmöglichkeiten machten eine Sanierung des bestehenden Gebäudes wirtschaftlich und funktional nicht mehr vertretbar.

Ein Ersatzneubau stellte daher die einzige Möglichkeit dar, zeitgemäße Bedingungen für den Verein und seine Mitglieder zu schaffen. Für die Stadt Vacha erschien ein solches Vorhaben aufgrund der hohen Kosten zunächst kaum realisierbar.

Eine entscheidende Chance ergab sich schließlich durch den geplanten REWE-Neubau auf dem unteren Sportplatz. Durch den Verkauf des Grundstücks konnte die Stadt einen Teil der erforderlichen Eigenmittel finanzieren.

Dennoch wäre das Projekt ohne umfangreiche Fördermittel nicht umsetzbar gewesen.

Nach zahlreichen Gesprächen und mehreren Anläufen brachte schließlich ein Termin im Thüringer Bildungsministerium gemeinsam mit dem Sportverein und dem Landtagsabgeordneten Martin Henkel den entscheidenden Durchbruch.

Im Jahr 2023 erhielt die Stadt den Fördermittelbescheid des Freistaates Thüringen über 1.204.123,16 Euro. Der Wartburgkreis unterstützte das Projekt zusätzlich mit weiteren 50.000 Euro. Der Baubeginn erfolgte im April 2024, im Mai 2026 konnte der Neubau erfolgreich fertiggestellt werden.

Mit dem neuen Sportlerheim verfügt die Stadt nun über ihr modernstes öffentliches Gebäude. Der Neubau erfüllt hohe energetische Standards, ist vollständig barrierefrei und setzt mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie einer Wärmepumpe als Heizsystem neue Maßstäbe in der Stadt.

Die Wärmepumpe ist dabei die erste ihrer Art in einem öffentlichen Gebäude in Vacha. Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf rund 1,9 Millionen Euro.

Etwa 1,15 Millionen Euro konnten durch Fördermittel gedeckt werden, der Eigenanteil der Stadt beträgt rund 720.000 Euro. Besonders erfreulich ist, dass das Bauprojekt am Ende sogar günstiger realisiert werden konnte als ursprünglich geplant.

Das neue Sportlerheim wird künftig die zentrale Heimstätte des VfB Vacha sein. Gleichzeitig wurde das Gebäude bewusst multifunktional konzipiert und steht grundsätzlich allen Abteilungen des Vereins offen. So erhält unter anderem die Abteilung Dart hier künftig ihr neues Zuhause.

Im Rahmen der Einweihung sprach Bürgermeister Martin Müller allen Beteiligten seinen Dank aus. Besonders hob er die Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei und des Wartburgkreises als Fördermittelgeber hervor.

Ebenso dankte er dem VfB, insbesondere der Abteilung Dart, David Jäger und Henning Adler, für ihr außergewöhnliches Engagement sowie die umfangreichen Eigenleistungen beim Neubau.

Mit der Einweihung geht für den VfB Vacha ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Gleichzeitig hat sich der Verein selbst das passende Geschenk gemacht: Bereits am Samstag erkämpfte sich der VfB Vacha vor heimischer Kulisse den Kreispokal.

Damit erhielt die Einweihung des neuen Sportlerheims einen weiteren besonderen Höhepunkt.