Gastbeitrag von Helmut Käsmann
Das orientalische Zackenschötchen (Bunias orientalis L.) bedroht als invasive Art in der Region die Artenvielfalt in heimischen Gärten und in der Landschaft. Auch die Landwirtschaft ist davon durch Ertragsminderung auf ihren Flächen betroffen.
Deshalb rät die Stadtverwaltung Hünfeld zu einer konsequenten Bekämpfung, um die weitere Ausbreitung dieser Art einzudämmen.
Da die Samen des Zackenschötchens sehr widerstandsfähig sind und oft über mehrere Jahre im Kompost oder Biomüll überdauern können, sollen die Pflanzen tief ausgestochen werden und über den Hausmüll entsorgt werden – keinesfalls über die Biotonne.
Eine Gefahr für Mensch und Tier geht von den Pflanzen zwar nicht aus, durch ihre Ausbreitung verdrängen sie allerdings heimische Arten und mindern so die Biodiversität mit Folgen für die Flora und Fauna.
Das gelbblühende Zackenschötchen ist leicht zu verwechseln mit Raps oder Ackersenf, weist aber einige Merkmale auf, die auch Laien eine sichere Bestimmung ermöglichen.
Die vielen Blütenblätter sind zitronengelb und etwa fünf bis acht Zentimeter groß, das Blattgrün ist als Rosetten mit pfeilspitzigen und fiederspaltigen Blättern mit einer Länge von bis zu 40 Zentimeter ausgebildet.
Die ausgewachsene, mehrjährige Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 170 Zentimeter. Ihre rübenartigen Wurzeln können bis tief in den Boden reichen (ca. 100 Zentimeter).
Deshalb ist es erforderlich, die Pflanzen kontinuierlich auszustechen, um sie nachhaltig zu bekämpfen und die Wurzelreste am erneuten Austrieb zu hindern, teilt die Stadtverwaltung Hünfeld mit.


