MIT.MACH.WERK begeistert Handwerksbetriebe, Bewerber & Ausbildungssuchende

Gastbeitrag von Jennifer Schellenberg

Am vergangenen Mittwoch füllte sich gegen 15 Uhr die Veranstaltungshalle im Pressenwerk in Bad Salzungen mit zahlreichen Bewerberinnen, Bewerbern und Interessierten.

Doch dieses Mal warteten die Besucherinnen und Besucher nicht auf ein Konzert oder eine Party: Im Mittelpunkt stand der Handwerker- und Mitmachmarkt „MIT.MACH.WERK“, organisiert vom Jobcenter Wartburgkreis in bewährter Kooperation mit der Stadtverwaltung Bad Salzungen.

Die Veranstaltung richtete sich an Ausbildungs- und Arbeitssuchende sowie an alle, die regionales Handwerk hautnah erleben und selbst ausprobieren wollten.

Die kleine, aber feine Ausbildungs- und Jobmesse findet jährlich statt und bot auch in diesem Jahr wieder vielfältige Einblicke in handwerkliche Berufe.

Schieferplatten formen und Schweißverfahren ausprobieren

Neben einem Bildungsträger und der Handwerkskammer Südthüringen präsentierten sich sieben regionale Handwerksbetriebe mit ihren Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Besonders gefragt waren die praktischen Mitmachangebote.

Nicht zu überhören waren beispielsweise die Dachdeckergesellen der Firma Wilfroth & Mutschke, die Schieferplatten formten und an einem Musterdach anbrachten.

Großen Andrang gab es auch am Stand der SBS Nordost GmbH. Dort konnten vor allem junge Interessierte an einer Schweißsimulationsanlage verschiedene Schweißverfahren ausprobieren.

Auf großes Interesse stießen zudem die Informationsstände des Backhauses Nahrstedt, der Firma Sedelmayr Augenoptik und Akustik, einer Malerfirma sowie eines Garten- und Landschaftsbaubetriebes.

Auch Bad Salzungens Bürgermeister Klaus Bohl nahm sich bei seinem Rundgang Zeit für Gespräche mit allen Ausstellern. Er zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Beteiligten: „Eine solche Anzahl von Handwerksbetrieben mitten an einem Wochentag für eine Messe zu gewinnen, zeigt, wie viel Einsatz und Überzeugungsarbeit die Organisatoren des Jobcenters Wartburgkreis geleistet haben.

Ich freue mich über dieses Engagement, das jungen Menschen aus unserer Region neue Chancen und Perspektiven eröffnen kann,“ betonte Bohl.

Dem Veranstaltungstag war eine intensive Vorbereitung vorausgegangen. Über mehrere Wochen hinweg hatte das Jobcenter Betriebe angesprochen, zur Teilnahme eingeladen und mehr als 130 Kundinnen und Kunden aus der Region kontaktiert und eingeladen.

Viele der jungen Besucherinnen und Besucher kamen gut vorbereitet mit ihren Lebensläufen zur Messe.

Sieben Mitarbeiter des Jobcenters sowie des gemeinsamen Arbeitgeberservices waren während der Veranstaltung zwischen den Messeständen und an den Stehtischen im Einsatz. Sie berieten, vermittelten Kontakte und unterstützten bei Bedarf auch durch Übersetzungen.

Erste Erfolge vermeldet

Nach Einschätzung von Geschäftsführerin Angela Schreiber hat sich der organisatorische Aufwand gelohnt. „Unsere kleine Bad Salzunger Jobmesse ist jedes Jahr ein organisatorischer Kraftakt, aber der Aufwand hat sich auch diesmal gelohnt.

Von den eingeladenen Personen sind 60 Personen der Einladung gefolgt, weitere 40 Interessierte wurden durch die Presse auf die Veranstaltung aufmerksam und nutzten den freien Zugang.

Besonders erfreulich ist, dass sich aus den Gesprächen vor Ort bereits konkrete Perspektiven ergeben haben. Zwei Probearbeiten wurden vereinbart, ein Ausbildungsverhältnis ist zustande gekommen, zwei weitere Ausbildungen sind in Planung. Zudem meldete sich ein Interessent zur Berufsberatung an, zwei Praktika zum gegenseitigen Kennenlernen wurden vereinbart und drei Bewerbungsgespräche bei anwesenden Betrieben angebahnt.

Darüber hinaus ergaben sich eine berufliche Fortbildung zum Schweißer sowie eine Arbeitsgelegenheit im Bereich Grünarbeiten. Das zeigt uns, wenn Betriebe, Bewerberinnen und Bewerber sowie unsere Mitarbeiter direkt miteinander ins Gespräch kommen, können aus ersten Kontakten sehr schnell echte Chancen werden,“ freut sich Jobcenter-Geschäftsführerin Angela Schreiber.

Damit eröffnete die Veranstaltung für mehrere junge Menschen konkrete berufliche Perspektiven. In den kommenden Tagen und Wochen könnten sich daraus Wege in Ausbildung, Qualifizierung oder feste Beschäftigung ergeben.