Osthessens Kneippianer ziehen positives Fazit zum Hessentag

Mitteilung des Kneipp-Vereins Fulda-Lauterbach

Als einer der kleineren Kneipp-Vereine hat es der Kneipp-Verein Fulda-Lauterbach geschafft, mit ausschließlich ehrenamtlichen Mitgliedern zehn Tage lang jeweils rund zehn Stunden täglich den Hessentag zu bewältigen.

„Das macht einen schon stolz“, sagt der Vorsitzende Peter Wolff. „Es war ja nicht nur der reine Standdienst. Lange Monate der Planung und Organisation, das Besorgen von Standmöbeln und Ähnlichem, insbesondere der Auf- und Abbau mit Pavillons, haben die Mitglieder stark gefordert.

Besonders am Abbaustag musste der gesamte Stand mit Mobiliar, Kisten sowie Materialien und Flyern zur Neuenberger Straße getragen werden, da wir erst nachts auf den Platz fahren konnten“, erklärt Wolff weiter.

Abschließend lässt sich sagen, dass sich diese Strapazen gelohnt haben.

Mit Unterstützung von Vereinsmitgliedern aus Nordhessen, der Wetterau und sogar für zwei Tage aus dem thüringischen Bad Berka konnten die Vereinsmitglieder geschätzt 30.000 Menschen an der Kneippanlage in der Fuldaaue willkommen heißen.

Viele Fragen zum Kneippen wurden beantwortet – eine Praxis, die seit zwölf Jahren als Immaterielles Kulturerbe in Deutschland anerkannt ist. Der Verein mit seinem Programm wurde vorgestellt.

Einige Besucher zeigten Interesse daran, selbst Kurse im Kneipp-Verein anzubieten. Die Freude war groß, dass große Teile der Politik die Arbeit der größten deutschen ehrenamtlichen Gesundheitspräventionsorganisation durch ihre Besuche würdigten.

Knapp eine Stunde weilte Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz am Kneipp-Tretbecken. Ebenso schaute Regierungspräsident Mark Weinmeister vorbei, genauso wie die Bürgermeister Dag Wehner aus Fulda sowie seine Kollegen aus Poppenhausen, Ehrenberg und Hilders.

Auch Wolffs Nachfolger im Bürgermeisteramt in Gersfeld, Dr. Steffen Korell, informierte sich über Chancen und Herausforderungen von Kneippanlagen im öffentlichen Raum.

In diesem Zusammenhang konnte Wolff den Bürgermeistern eine neue, kostengünstige Variante einer Bewegungsstation vorstellen.

Da in fast jeder Kommune Treppen im öffentlichen Raum vorhanden sind, könnte man mit entsprechendem Willen eine Tafel mit vier Venenübungen anbringen – und schon hat man eine „Kneipp-Venentreppe“. Solche Investitionen kosten selten mehr als 200 Euro, so Wolff.

In der Region konnte er im vergangenen Jahr in der thüringischen Rhönstadt Geisa gemeinsam mit Bürgermeisterin Manuela Henkel vier solcher Treppen einweihen. Kürzlich wurde zudem ein Heilkräutergarten und ein Barfußpfad ergänzt. Auch Wassertretbecken erleben derzeit eine Renaissance.

In der Kreisstadt Lauterbach wird gerade eine Anlage geplant, die im ISEK-Programm aufgenommen wurde. Es liegt nun an den politischen Verantwortlichen, das Projekt „auf die Schiene zu bringen“, ergänzt Wolff.

Für alle teilnehmenden Mitglieder war es ein besonderes Erlebnis, den Hessentag – eine Veranstaltung, die bereits für sich genommen sehr intensiv ist – einmal nicht als Besucher, sondern aktiv mitzuerleben.

„Die Strapazen haben sich gelohnt“, sagt Wolff. Er würde sich freuen, wenn der eine oder andere im Nachgang den Weg zum Kneipp-Verein Fulda-Lauterbach oder zu dessen Veranstaltungen findet.

Die nächste Veranstaltung ist bereits in der kommenden Woche: eine Kräuterwanderung in Lauterbach am 1. Juli ab 14 Uhr.