Gastbeitrag von Sabine Burkardt
Zu einer außergewöhnlichen Schnupperführung hatte Bürgermeister Benjamin Tschesnok durch die Hünfelder Innenstadt eingeladen.
Unter dem Motto „Wahrheit oder Bluff? Sie haben die Karte in der Hand!“ erfuhren die Teilnehmer einiges über die Hünfelder Stadtgeschichte, wobei der Bürgermeister manches Mal ein wenig flunkerte, um das Wissen der Teilnehmer zu testen.
Bei dieser Führung war genaues Hinhören gefragt. Nicht jede Geschichte, die unterwegs erzählt wurde, entsprach tatsächlich den historischen Begebenheiten.
Die 28 Teilnehmer waren ausgestattet mit roten und grünen Karten und konnten unmittelbar abstimmen: Grün bedeutete Fakt, Rot stand für Fake.
Die Route führte dabei durch die gesamte Innenstadt: Stationen waren der Amtsbock am Rathaus, die Konrad-Zuse-Büste, das Goethe Denkmal, das Offene Buch, das Konrad-Zuse-Museum, die St. Jakobus Kirche, das Bonifatiuskloster, der Künstlerturm, das Kegelspielhaus, der Stiftsbezirk, das Ehrenmal am Anger und der Rathausplatz mit Blick zum Bahnhof.
Im Konrad-Zuse-Museum erzählte Bürgermeister Tschesnok, dass hier das Reiche Mädchen von Mackenzell ausgestellt sei. Einige rote Karten schnellten in die Höhe, zu Recht: Im Konrad-Zuse-Museum ist das Reiche Mädchen von Molzbach ausgestellt.
Auch bei der Anzahl der Hünfelder Stadttore flunkerte der Bürgermeister, denn ihn seinen Ausführungen hatte sich noch das „Mackenzeller Tor“ eingeschlichen. Die Stadt hatte aber mit dem Niedertor, dem Großenbacher Tor und dem Fuldaer Tor nur drei Stadttore.
Und wohin schaut der Adler am Ehrenmal für die Gefallenen am Anger? Die roten Karten wurden gezückt, denn einige wussten es besser als der Bürgermeister, der behauptete, der Adler schaue nach Osten, weil dort die Sonne aufgehe. Der Adler schaut aber nach Westen zum damaligen Feind Frankreich.
Organisiert wurde die Schnupperführung von der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Hessisches Kegelspiel. Die nächste Führung ist am Sonntag, 12. Juli und führt zur Burgruine Hauneck. Treffpunkt um 20 Uhr am Parkplatz Villa Phantasia, Haunetal-Oberstoppel.












