Stimmung, Spaß & Miteinander: Singen für Jedermann in Bremen

Gastbeitrag von Elvira Fischer

Einmal im Monat ist in Bremen „Singen für Jedermann“ angesagt. So traf man sich und es war ein volles Haus. Über 40 lustige Gäste waren anwesend und kamen sogar aus Fischbach, Gehaus und aus dem Raum Geisa.

Rudolf Nensel übernahm die musikalische Begleitung und Elvira Fischer, Seniorenbeauftragte des Landkreises, stand ihm hilfreich zur Seite.

Im ersten Teil sang man gemeinsam u.a. „Auf der Lüneburger Heide“, „Auf, du junger Wandersmann“ oder „Das arme Dorfschulmeisterlein“. Auch wurden die Lieder „Erika“ und „Ich hatte einen Kameraden“ gesungen.

Nun war Singpause angesagt, in der von Rudolf Nensel ein Kurzvortrag über die Holzkohle folgte. Man staunte nicht schlecht, wo überall Kohle drin ist!

Nun folgte ein Glanzstück - eine Kurzgeschichte. Drei freiwillige Männer waren schnell gefunden und Nensel erzählte die Legende vom Heiligen Magnus aus Roßhaupten im Ostallgäu:

Im achten Jahrhundert soll es bei Roßhaupten einen Drachen gegeben haben, der die Bewohner in Angst und Schrecken versetzte und liebend gern Pferde aß. Dabei verschlang er das ganze Tier bis auf seinen Kopf, woraufhin Roßhaupten seinen Namen erlangte.

Die Kelten baten nun den Heiligen Magnus um Hilfe. Magnus zog alleine gegen dieses Untier aus, in der einen Hand nur einen langen Stab, der in einem Kreuz endete, in der anderen Hand einen pechüberzogenen Kranz.

Die Roßhauptner wollten den Heiligen Magnus noch aufhalten, da sie befürchteten, ohne Waffen könne er gegen diesen Lindwurm nichts ausrichten, doch Magnus kehrte siegreich zurück.

Er hatte den Drachen getötet, indem er ihm den Pechkranz in den weitgeöffneten Schlund seines Maules geworfen hatte und dieser daran verendete.

In dieser Legende ist der Drache vermutlich ein Bild für das Heidentum, das der Missionar Magnus im achten Jahrhundert in der Gegend um Roßhaupten bekämpfte. Dennoch gibt es immer noch einen Drachen in Roßhaupten zu bewundern.

Zwar ist dieser nur aus Stein und von ihm geht auch nicht diese angstverbreitende Gewalt aus, doch bewacht er wie sein Vorgänger aus der Legende die Straße nach Roßhaupten.

Herrlich, wie der Heilige Magnus (Gerold Weider), der Kelte (Rudi Schuchert) und der Drache (Karl-Josef Schürmann) mitspielten.
Die Gäste dankten mit viel Applaus!

Im zweiten Teil sang die Gemeinschaft im vollbesetzten Raum gestärkt u.a. „Im schönsten Wiesengrunde“, „Das alte Försterhaus“, bevor der Wechsel der musikalischen Begleitung der Harmonika erfolgte. Mit ihr gelang stimmgewaltig „Heideröslein“ oder „Die kleine Bergkirche“.

Zum letzten Lied „Bajazzo“ standen spontan Gerold und Johanna Weider zum Solo auf und sorgten mit ihrem Gesang für Gänsehaut. Das Ehepaar sorgte an diesem Abend für den i-Punkt.

Die nächsten Termine stehen bereits fest: Gesungen wird am 13. Juli und am 17. August, jeweils um 19 Uhr, bei Grosch in Bremen.