80 Freiwillige im Einsatz für das Rote Moor & die Artenvielfalt der Rhön

Fast 80 Freiwillige engagieren sich noch bis zum 8. August gemeinsam mit dem Bergwaldprojekt e.V. im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön für den Schutz von Natur und Klima. Ihr Ziel: artenreiche Wiesen erhalten und das Rote Moor wieder vernässen.

Im Roten Moor setzen die Helferinnen und Helfer alte, nicht mehr funktionierende Wasserbauwerke instand, damit das Moor künftig wieder mehr Wasser speichern kann. Dadurch soll der wertvolle Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten wie Sonnentau, Hochmoor-Perlmuttfalter oder Kleine Moorjungfer erhalten und gleichzeitig mehr Kohlenstoff im Moor gebunden werden.

Bereits zuvor waren Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam im Einsatz, um eine artenreiche Wiese offenzuhalten. Sie entfernten Gehölze, räumten Heu ab und trugen so zum Erhalt wertvoller Lebensräume für Arten wie die Waldeidechse oder den Goldenen Scheckenfalter bei.

Neben den praktischen Arbeiten gehört auch Umweltbildung zum Projekt. Exkursionen und gemeinsame Gespräche vermitteln den Teilnehmenden, wie wichtig Moore und artenreiche Landschaften für den Klimaschutz und die biologische Vielfalt sind.

Ranger Jan Knittel bringt die Bedeutung der Arbeiten auf den Punkt: „Ein Moor braucht Jahrtausende, um zu entstehen. Wir brauchen nur wenige Jahrzehnte, um es zu zerstören. Nun ist die Zeit, es zu retten.“

Mit ihrem Einsatz leisten die Freiwilligen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt eines einzigartigen Naturraums – und setzen zugleich ein starkes Zeichen für den Natur- und Klimaschutz in der Rhön.