Gastbeitrag von Sylvia Möller
Mit einem feierlichen Gottesdienst, bewegenden Erinnerungen und einem hochkarätigen Konzert hat die Stadt Geisa gemeinsam mit der Werner Deschauer Stiftung und dem Förderverein Kunst, Kultur und Wissenschaft Geisa e. V. das Lebenswerk ihrer Ehrenbürgerin Anneliese Deschauer (1936–2020) gewürdigt. Anlass war ihr 90. Geburtstag, den sie im Juli dieses Jahres gefeiert hätte.
Zahlreiche Gäste waren der Einladung zur „Hommage an Anneliese Deschauer“ gefolgt.
Nach dem Gottesdienst mit Stadtpfarrer Martin Lerg begrüßte Bürgermeisterin Manuela Henkel in der ANNELIESE DESCHAUER Galerie unter anderem die Mitglieder des Kuratoriums der Werner Deschauer Stiftung, Vertreter der Partnerstiftung Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel, Mitglieder des Fördervereins Kunst, Kultur und Wissenschaft Geisa e. V. sowie weitere Wegbegleiter der Stifterfamilie.
In ihrer Ansprache würdigte Manuela Henkel das außergewöhnliche Engagement von Anneliese und Werner Deschauer für die Region. Einen besonderen Meilenstein stellte dabei die Rettung des barocken Jagdschlosses Geisa dar. Mit der Übernahme der fehlenden Eigenmittel für die Sanierung habe Anneliese Deschauer den entscheidenden Anstoß für die Restaurierung des gesamten historischen Schlossensembles gegeben.
„Viele kulturelle, soziale und kirchliche Projekte konnten dank ihres Einsatzes und der Werner Deschauer Stiftung verwirklicht werden“, betonte die Bürgermeisterin.
Besonders am Herzen lag der Ehrenbürgerin die Errichtung der ANNELIESE DESCHAUER Galerie und die Schenkung ihrer Kunstsammlung, die sich seit ihrer Eröffnung 2018 zu einem kulturellen Mittelpunkt der Region entwickelt hat.
Kuratoriumsvorsitzender Wilhelm Heumüller erinnerte mit persönlichen Anekdoten an die Stifterin und gewährte den Gästen einen ebenso humorvollen wie bewegenden Blick hinter die Kulissen ihres Wirkens. Ergänzt wurde das Programm durch private Fotografien, Erinnerungsstücke und ausgewählte Exponate aus dem Nachlass des Ehepaares Deschauer.
Den musikalischen Höhepunkt des Abends gestaltete das ACOUSTIC ART TRIO aus Weimar. Mit seinem Programm „ACROSS MY UNIVERSE“ begeisterte das Ensemble um Andrea Rößler, Sandy Weinknecht und Mathias Rößler das Publikum mit einer eindrucksvollen Mischung aus klassischer Gitarrenmusik und internationalen Hits von Elvis Presley bis Taylor Swift.
Nach einem zweistündigen Konzert dankten die Besucherinnen und Besucher den Künstlern mit Standing Ovations und mehreren Zugaben.
Bürgermeisterin Manuela Henkel zeigte sich von der Darbietung tief beeindruckt und zitierte Pablo Picasso: „Das Konzert hat mir den Staub von der Seele gewaschen.“ Mit dem Elvis-Klassiker „Love Me Tender“ fand der Gedenkabend einen stimmungsvollen Abschluss – ganz im Sinne einer Frau, deren Liebe zu Kunst, Musik und Kultur bis heute in Geisa spürbar ist.
Die Sonderausstellungen „Königliche Pracht in Porzellan“ und „Der Dior vom Rhein in Geisa“ mit exklusiven Abendkleidern des Designers Hanns Friedrichs sowie bisher unveröffentlichte Gemälde aus der Sammlung Anneliese Deschauers sind noch bis Ende August in der Galerie zu sehen.
Ergänzt werden sie durch die Schulkunstausstellung und die Siegerbilder des Athanasius Kircher Photo Contests. Die Galerie ist bis September zusätzlich auch sonntags geöffnet.






