„Ich habe noch nie auf einem Distanzritt angehalten, um Fotos zu machen – jetzt schon. Ich schaute über weite Wiesenberge, in ein Tal, ringsherum Wald, rechts eine einsame Schafherde von Hütehunden bewacht.“
„Bezaubernde ‚Offene-Ferne-Strecken‘ durch vielfältige Landschaft“, „Tolles Orgateam!“ – nach vielen Kilometern im Sattel kamen die Teilnehmenden des ersten „Rhöndistanzrittes – durchs Land der offenen Fernen“ im letzten Jahr ins Schwärmen.
Und auch bei ihrer zweiten Auflage vom 4. bis 6. September 2026 lockt die „Rhöndistanz“ mit wunderschönen Reitstrecken durch die Rhöner Landschaft rund um den Kaltennordheimer Ortsteil Fischbach.
Am noch kühlen Morgen sammeln sich die Pferde dann mit ihren Reitern und Reiterinnen am Sportplatz in Fischbach, der warme Atem der Pferde bildet kleine Wölkchen, Hufgetrappel im Schritt kündigt an – noch ist Aufwärmphase, gleich geht’s auf die Strecke.
Verschiedenen Schleifen führen Mensch und Tier dann unter anderem über den federnden Kalkmagerrasen des Neubergs, hinauf auf die Hohe Asch, am Roßhof entlang und unter mächtigen Eiben durch den sagenumwobenen Ibengarten.
Anders als bei klassischen Dressur- oder Springreitturnieren geht es beim Distanzreiten genau um eben diese Strecken: im harmonischem Zusammenspiel müssen mit dem Partner Pferd viele Kilometer durch die Natur gemeistert werden.
In Fischbach erreiten die Reiter-Pferde-Paare unterschiedliche Distanzen über 26, 47, 62 oder 88 Kilometer durch die bergige, anspruchsvoll zu reitende Landschaft des Biosphärenreservats.
Und all diese Distanzen gilt es so schnell, aber auch so schonend wie möglich zu absolvieren. Denn nicht nur das reiterliche Vermögen, die Fitness und Geschicklichkeit des Pferdes, eine kluge Einteilung des Rittes und das gegenseitige Vertrauen im Mensch-Pferd-Team sind Teil des Wettbewerbs, sondern auch tierärztliche Kontrollen.
Schon vor dem Ritt, aber auch auf der Strecke und danach spielen Werte wie Puls, Atmung, Gangwerk und Verfassung des Tieres eine wichtige Rolle. Denn nur wenn hier alles passt, dürfen Distanzreitende- und pferde sich überhaupt (wieder) auf den Weg machen und den Ritt in der Wertung beenden.
Viele gemeinsam und im Sattel verbrachte Trainingsstunden mit dem Tier sind nötig, um diese Herausforderungen auf langen Strecken zu bewältigen und genau einzuschätzen, was der Partner Pferd braucht – das schweißt zusammen.
Neben den Profis auf den längeren Distanzen haben bei der „Rhöndistanz“ auch Distanzreitneulinge oder andere Neugierige die Möglichkeit, mit ihrem Pferd „Distanzluft“ zu schnuppern und gemeinsam ein Gefühl für den naturverbundenen Sport zu bekommen.
Auf einer Strecke über 26 Kilometer bietet der Einführungsritt am 6. September eine super Möglichkeit dafür - mit moderater Kilometeranzahl für das Pferd-Reiter-Team und dem ein oder anderen Tipp vom Tierarztteam.
Und wer möchte kann am Tag zuvor bei den erfahrenen Reitern der längeren Strecken vorbei und über die Pferdeschulter schauen. Interessierte Reiter und Reiterinnen können sich bis zum 23. August anmelden, die Teilnehmerzahl ist pro Tag auf 20 Starter begrenzt. Mehr Informationen gibt es unter www.distanzreiten-thueringen.de



