Zwei Tage Livemusik – Rock DieVillage begeistert Rock- & Metalfans in der Rhön

Beitrag von Marcus Blum

Donnernde Gitarrenriffs, begeisterte Fans vor der Bühne und eine einzigartige Kulisse mitten in der Rhön: Auch die siebte Ausgabe von Rock DieVillage verwandelte die historische Propstei Zella am vergangenen Wochenende wieder in einen Treffpunkt für Rock- und Metalbegeisterte aus nah und fern.

Bei bestem Festivalflair sorgten insgesamt 13 Bands für zwei abwechslungsreiche Festivaltage und ein musikalisches Programm, das von klassischem Rock und Hard Rock über Indie- und Alternative-Sounds bis hin zu Power-, Thrash- und Melodic-Death-Metal reichte.

Bereits am Donnerstag reisten die ersten Camper an, bevor das Festival am Freitagabend um 18 Uhr offiziell begann. Den Auftakt machten The Bossyz.

Die regional bekannte Band musste sich bei ihrem Auftritt zwar mit einem ersten kräftigen Regenschauer auseinandersetzen, ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und eröffnete das Festivalwochenende mit handgemachter Rockmusik.

Anschließend sorgten Hardholz für Erinnerungen an frühere Rockzeiten. Zahlreiche Fans waren eigens aus verschiedenen Teilen Deutschlands angereist, darunter Besucher aus Celle.

Viele Gäste erinnerten sich an die Auftritte der Band zu DDR-Zeiten, als Hardholz auch in den Sälen der Region zu erleben waren. Damit wurde das Konzert für Teile des Publikums nicht nur zu einem musikalischen, sondern auch zu einem persönlichen Rückblick auf die eigene Jugend.

Für einen deutlichen musikalischen Kontrast sorgten LAWN CHAIR. Die fünfköpfige Band überzeugte mit einer energiegeladenen Mischung aus Post-Punk, Indie-Punk und experimentellem Pop. Besonders die intensive Bühnenpräsenz der Sängerin und das Zusammenspiel der Instrumentalisten überraschten und begeisterten das Publikum.

Mit EXILIA aus Mailand stand anschließend der erste internationale Act des Wochenendes auf der Bühne. Die italienische Alternative-Metal-Band zog insbesondere Fans des Nu Metal und der Rockmusik der frühen 2000er-Jahre in ihren Bann.

Harte Riffs, melodische Elemente und einige Coverversionen, unter anderem von Limp Bizkit, holten den charakteristischen Sound dieses Jahrzehnts zurück nach Zella.

Einen der Höhepunkte des ersten Festivaltages lieferten HIRAES. Die Formation aus Osnabrück und Hannover verband brachiale Härte mit hymnischen Melodien und sorgte mit ihrem Melodic Death Metal für Bewegung vor der Bühne.

Moshpit und Circle Pit bestimmten das Bild, während Sängerin Britta Görtz und Gitarrist Lukas Kerk gemeinsam mit der Band eine intensive Show präsentierten. Auch der Regen kurz vor dem Auftritt konnte die Stimmung nicht beeinträchtigen.

Den Abschluss des Freitags übernahmen „Die Apotheker?“. Die Band aus Stadtlengsfeld gehört seit Jahren zu den festen Größen bei regionalen Veranstaltungen und durfte auch bei Rock DieVillage nicht fehlen. Mit Coverversionen von Motörhead über Metallica bis Limp Bizkit bot sie einen abwechslungsreichen und stimmungsvollen Ausklang des ersten Abends.

Frühstück für die Camper und ein sonniger zweiter Festivaltag

Der Samstag begann für die Camper erstmals mit einem vom Rock-DieVillage-Team angebotenen gemeinsamen Frühstück. Anschließend blieb Zeit, sich zu erholen oder die Landschaft und kulturellen Angebote der Region zu erkunden. Viele Gäste nutzten diese Gelegenheit, bevor das Bühnenprogramm kurz vor 17 Uhr fortgesetzt wurde.

Die Rockers eröffneten den sonnigen Festivaltag mit bekannten Coversongs und ehrlicher Spielfreude. Während sich nach und nach die ersten Zuschauer vor der Bühne versammelten, spielte die Band ein mehr als einstündiges Eröffnungsset.

Danach folgten MAEROR aus Fulda. Die 2020 gegründete Formation hatte sich ihren Platz auf dem Festival durch ein Band-Voting gesichert, bei dem die Zuschauer über einen Auftritt bei Rock DieVillage abstimmen konnten.

Mit Melodic Black und Death Metal sowie einer mitgereisten Fangemeinde brachte die Band sowohl bekannte als auch neue Zuhörer zum Feiern.

IRONBITE präsentierten anschließend geradlinigen Heavy Metal und Hard Rock. Prägnante Riffs, druckvolles Schlagzeug und die Stimme von Sänger Sebastian Sachse sorgten für positive Reaktionen im Publikum.

Die Band zeigte einen vielseitigen Hard-’n’-Heavy-Sound, der unterschiedliche Einflüsse miteinander verbindet und sich bewusst nicht in eine einzelne musikalische Schublade einordnen lässt.

Mit Broken Fate ging es international weiter. Die Schweizer Band war bereits am Freitag angereist und hatte gemeinsam mit den Gästen den ersten Festivaltag erlebt. Bei ihrem eigenen Auftritt verband sie modernen Metal mit Thrash-, Metalcore- und Hard-Rock-Einflüssen.

Auch ruhigere Momente fanden ihren Platz: Ein Balladen-Medley zog das Publikum in die musikalische Welt der Band. Da Broken Fate bereits 2025 in Zella gespielt hatten, passten sie ihre Setlist an und präsentierten auch Songs, die live nur selten zu hören sind.

VICTORIUS brachten anschließend ihre außergewöhnliche Welt aus Dinosauriern, Ninjas und galaktischen Abenteuern auf die Bühne. Schneller Power Metal, fantasievolle Rüstungen sowie eine Bühnenshow mit Licht und Effekten machten den Auftritt zu einem Erlebnis für eingefleischte Speed- und Power-Metal-Fans sowie für diejenigen, die es an diesem Abend wurden.

Auch Spy # Row zählten zu den Höhepunkten des Samstags. Die vier Brüder aus dem Frankfurter Raum überzeugten mit einer perfekt aufeinander abgestimmten Performance. Ihre Verbindung aus Hard Rock, Alternative und Pop-Punk, gepaart mit großer Spielfreude und einer ausgearbeiteten Bühnenshow, kam beim Publikum sichtbar gut an.

Als letzte Band des Wochenendes standen Demondriver auf der Bühne. Die Thüringer Formation um Frontmann Christian „Iceman“ Haack setzte mit ihrem kompromisslosen Mix aus Heavy und Thrash Metal einen kraftvollen Schlusspunkt.

Die Band gab noch einmal alles und verabschiedete nicht nur ihre eigene Fangemeinde zufrieden in die Nacht. Auch zahlreiche weitere Gäste dürften nach dieser Show einer erneuten Begegnung mit Demondriver entgegensehen.

Mehr als nur ein Musikfestival

Rock DieVillage zeigte auch bei seiner siebten Ausgabe, dass das Festival für mehr als zwei Tage Livemusik steht. Die historische Kulisse, kurze Wege, persönliche Begegnungen und das friedliche Miteinander prägen seit Jahren den besonderen Charakter der Veranstaltung.

Viele Camper sorgten bereits ab den Morgenstunden für Leben auf dem Gelände und machten die Gemeinschaft während des gesamten Wochenendes spürbar.

Gemeinsam stark: Danke an Helfer, Förderverein und Sponsoren

Hinter einem Festivalwochenende dieser Größenordnung stehen unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Das Organisationsteam von Rock DieVillage bedankt sich deshalb besonders bei den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die Jahr für Jahr mit großem Einsatz dazu beitragen, dass das Festival in dieser Form stattfinden kann.

Ob beim Auf- und Abbau, an den Versorgungsständen, in der Technik oder hinter den Kulissen: Ohne dieses Engagement wäre Rock DieVillage nicht möglich.

Ein besonderer Dank gilt außerdem dem Förderverein „Propstei Zella – Barock in der Rhön“ e.V., mit dem das Festival seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitet. Die enge Partnerschaft verbindet Kultur, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement und trägt maßgeblich dazu bei, dass moderne Festivalatmosphäre auf historisches Ambiente treffen kann.

Die Propstei Zella bietet Rock DieVillage einen außergewöhnlichen Rahmen und macht das Festival weit über die Region hinaus zu etwas Besonderem.

Ebenso bedankt sich das Festivalteam bei allen Sponsoren und Partnern, die Rock DieVillage finanziell, materiell oder organisatorisch unterstützen. Durch ihr Engagement können die Eintrittspreise weiterhin fair gestaltet und gleichzeitig ein hochwertiges Festivalprogramm geboten werden.

Zum Unterstützerkreis von Rock DieVillage VII gehören die Wartburg-Sparkasse, die SebAlex Blockhaus GmbH, die M. Kummetat GmbH & Co. KG, EDEKA Sell, Taxi Schumann, die Arnold & Eckhardt Bau GmbH & Co. KG, benjaminwill.de, Kummetat, der Malerbetrieb Martin Fleischmann, der Malerbetrieb Stefan Bittorf, MBMusik, die Fleischerei Wenzel, Planaris Steuerberatung, die VR-Bank NordRhön eG, Heizung Sanitär Dittmar, EP Rommel, die Sonnenidee GmbH & Co. KG, Senf Zeltverleih sowie Joachim Hess KFZ-Service.

Vor allem die Besucherinnen und Besucher machten jedoch das Rock DieVillage VII mit ihrer Begeisterung, ihrer Leidenschaft für handgemachte Livemusik und der friedlichen Atmosphäre erneut zu einem besonderen Erlebnis.

Das Festival unterstrich damit einmal mehr seine Bedeutung für die kulturelle Vielfalt im ländlichen Raum und für die Förderung regionaler sowie aufstrebender Bands.

Nach dem Festival ist zugleich vor dem Festival: Rock DieVillage VIII soll am 27. und 28. August 2027 stattfinden. Für alle Rock- und Metalfans heißt es deshalb schon jetzt: Termin vormerken und im kommenden Jahr wieder dabei sein.

Hier lebt der Rock. Hier lebt DieVillage. Danke und bis 2027.