Gastbeitrag von Sabine Göbel
Das fünfte Orgelfestival in Folge fand vom 15. bis 23. August 2026 im Ostheimer Orgelbaumuseum statt. Erneut gestaltete der Berliner Organist, Improvisator und Kurator Jack Day gemeinsam mit befreundeten Musikern ein abwechslungsreiches Festivalprogramm.
Seit Beginn des Festivals gehört Emil Feuerstein, derzeit Student der Kirchenmusik im Masterstudiengang, zum festen Team.
Ebenso Simon Fallert, der sein Kirchenmusikstudium mit dem Master abgeschlossen hat und nun ein Masterstudium im Bereich Klavierimprovisation beginnt. Seit 2024 bereichert außerdem die Musikerin und Komponistin Elham Hamedi das Festival-Team.
Mit ihrem Spiel auf der persischen Kamantsche und ihrem Gesang verzaubert sie seither das Publikum.
In diesem Jahr kam der Kirchenmusiker und ausgezeichnete Improvisator Sören Gieseler hinzu, der an den ersten vier Konzertabenden die musikalische Leitung übernahm.
Unter der Überschrift „Tetralogie der Farben“ erlebten die Besucher, die in der Mitte des Raumes Platz genommen hatten, Improvisationen auf verschiedenen Museumsorgeln. Von allen Seiten berührten die Klänge, erzeugt von drei oder vier Musikern gleichzeitig, die Zuhörer.
Diese besondere Form des Zusammenspiels erforderte von den Künstlern höchste Konzentration und außergewöhnliche Musikalität. Jeder Improvisationsabend hinterließ dabei einen ganz eigenen und unverwechselbaren Eindruck.
Das fünfte Konzert stand unter dem Titel „B-A-C-H“. Die Musiker interpretierten mit großer Virtuosität Werke der Bach-Familie sowie eine Canzona von Christian Erbach. Auch Improvisationen über die Tonfolge b-a-c-h und Franz Liszts Präludium über diese Tonfolge gehörten zum Programm.
Im sechsten Konzert wechselten Gedichte von Nadja Küchenmeister mit Improvisationen dazu ab. Das Konzept für diese besondere Verbindung von Sprache und Musik entwickelte die Komponistin Ruth Wiesenfeld in Zusammenarbeit mit den Organisten.
Den Abschluss des Festivals bildete ein festliches Orgelkonzert in der gut besuchten Kirche St. Michael. Auf dem Programm standen Werke von Johann Sebastian Bach und Jan Pieterszoon Sweelinck sowie Improvisationen.
Die herausragenden Leistungen der Musiker wurden bei allen Veranstaltungen mit begeistertem Applaus gewürdigt.
Das Ostheimer Orgelfestival 2027 ist bereits mit einem vielversprechenden Programm in Planung und verspricht wieder, so wie in diesem und den vergangenen vier Jahren, ein besonderes musikalisches Erlebnis zu werden.







