Gastbeitrag von Udo Bauch
Ein gemeinsames Essen, gute Gespräche, Musik, Gesang und vor allem viele herzliche Begegnungen: Beim vergangenen Monatstreffen erlebten die Mitglieder der Eichenzeller DRK-Gruppe „Menschen mit Behinderung“ gemeinsam mit ihren Betreuenden einen ganz besonderen Nachmittag.
Die Familien Joachim Weber und Gerhard Dehler hatten die Gruppe zu einer gemütlichen Grillparty eingeladen und damit einmal mehr ein eindrucksvolles Zeichen für gelebte Gemeinschaft und Inklusion gesetzt.
Bei sommerlichem Wetter wurde auf dem Anwesen der Familie Weber gemeinsam gefeiert, gelacht und natürlich auch ausgiebig geschlemmt. Auf dem Grill brutzelten zahlreiche Köstlichkeiten, dazu gab es leckere Kuchenspezialitäten und erfrischende Getränke.
Doch bei aller kulinarischen Vielfalt stand an diesem Nachmittag etwas anderes ganz besonders im Mittelpunkt: der Mensch und das gemeinsame Miteinander.
Wenn Gemeinschaft keine Grenzen kennt
Für die Mitglieder der DRK-Gruppe sind solche gemeinsamen Unternehmungen weit mehr als nur schöne Freizeitaktivitäten.
Sie bieten Gelegenheit, Kontakte zu pflegen, Freundschaften zu vertiefen, neue Begegnungen zu ermöglichen und ganz selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Gerade darin zeigt sich, was Inklusion im Alltag tatsächlich bedeutet: Menschen mit Behinderungen nicht lediglich einzubeziehen, sondern ihnen Begegnung auf Augenhöhe, Selbstbestimmung, Anerkennung und aktive Teilhabe zu ermöglichen.
Inklusion beginnt dabei nicht erst bei großen politischen Konzepten oder gesetzlichen Regelungen.
Sie wird vor allem dort sichtbar, wo Menschen füreinander da sind, Türen öffnen, gemeinsam Zeit verbringen und selbstverständlich miteinander leben und feiern. Die Grillparty bei den Familien Weber und Dehler war hierfür ein besonders schönes Beispiel.
Musik, Gesang und jede Menge gute Laune
Für die passende musikalische Unterhaltung sorgte Dr. Manfred Neidert, der seine Gitarre mitgebracht hatte und zahlreiche bekannte und unterhaltsame Lieder anstimmte.
Schnell sprang die gute Stimmung auf die gesamte Gruppe über. Die Mitglieder sangen begeistert mit und bewiesen einmal mehr, dass gemeinsames Singen Menschen miteinander verbindet und Barrieren ganz selbstverständlich überwinden kann.
Auch am Grill wurde Teamarbeit großgeschrieben. Grillmeister Joachim Weber erhielt tatkräftige Unterstützung vom Gruppenmitglied Johannes Kiszner, der sich mit großer Freude an der Aufgabe beteiligte. Für Johannes war es selbstverständlich, mit anzupacken und seinen Beitrag zum gelungenen Nachmittag zu leisten.
Gerade solche kleinen Momente machen deutlich, wie wichtig es ist, Menschen mit Behinderungen nicht nur als Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu sehen, sondern ihnen Möglichkeiten zu geben, selbst aktiv zu werden, Verantwortung zu übernehmen und ihre Fähigkeiten einzubringen.
Wertschätzung, die ankommt
Die herzliche Einladung der beiden Familien wurde von der gesamten Gruppe mit großer Freude aufgenommen.
Gruppensprecher Walter Bernhard und Gruppenleiterin Uschi Reitz zeigten sich ebenso wie die Mitglieder der DRK-Gruppe besonders dankbar für die Gastfreundschaft und die langjährige Verbundenheit.
„Solche Einladungen sind für unsere Gruppe etwas ganz Besonderes“, so der Tenor der Verantwortlichen. Denn sie vermitteln den Mitgliedern nicht nur Freude, sondern auch ein wichtiges Gefühl: Wir gehören dazu. Wir sind willkommen. Wir sind Teil dieser Gemeinschaft.
Bei gutem Essen, kühlen Getränken und zahlreichen Gesprächen wurde viel gelacht und erzählt. Es wurde gemeinsam genossen, Erinnerungen wurden ausgetauscht und neue geschaffen.
Am Ende waren es nicht die großen Worte, sondern die vielen kleinen Begegnungen, die diesen Nachmittag so wertvoll machten.
Familien Weber und Dehler engagieren sich seit vielen Jahren
Ein besonderes Dankeschön richtete Walter Bernhard an die Familien Weber und Dehler, die die DRK-Gruppe bereits seit vielen Jahren unterstützen und sich mit großem persönlichem Engagement für die Anliegen von Menschen mit Behinderungen einsetzen.
Ihr Engagement steht beispielhaft für eine Haltung, die für eine inklusive Gesellschaft von großer Bedeutung ist: Nicht über Menschen mit Behinderungen reden, sondern gemeinsam mit ihnen leben, ihnen zuhören, sie einbeziehen und ihnen echte Teilhabe ermöglichen.
Dabei geht es um weit mehr als Barrierefreiheit im baulichen Sinne. Barrieren können auch in den Köpfen entstehen – durch Vorurteile, Unsicherheit oder fehlende Begegnungsmöglichkeiten.
Dort, wo Menschen selbstverständlich miteinander in Kontakt kommen, gemeinsam feiern, lachen, helfen und Verantwortung übernehmen, werden solche Barrieren abgebaut.
Die Familien Weber und Dehler leisten mit ihrem persönlichen Einsatz hierzu einen wichtigen Beitrag.
Inklusion bedeutet: dazugehören
Die Eichenzeller DRK-Gruppe „Menschen mit Behinderung“ steht seit vielen Jahren für Gemeinschaft, Begegnung und Teilhabe.
Die regelmäßigen Treffen bieten den Mitgliedern die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu unternehmen, neue Erfahrungen zu sammeln und vor allem Zeit miteinander zu verbringen.
Dabei zeigt sich immer wieder: Inklusion ist keine Einbahnstraße. Sie bedeutet nicht, dass eine Gruppe eine andere „mitnimmt“.
Vielmehr profitieren alle Beteiligten voneinander. Menschen mit und ohne Behinderung begegnen sich, lernen voneinander, unterstützen sich gegenseitig und erleben, dass Vielfalt eine Gesellschaft bereichert.
Eine inklusive Gesellschaft zeichnet sich deshalb nicht allein dadurch aus, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zu Gebäuden, Veranstaltungen oder Angeboten erhalten. Ebenso wichtig sind soziale Teilhabe, zwischenmenschliche Beziehungen und das Gefühl, selbstverständlich dazuzugehören.
Genau diese Form der Inklusion wurde bei der Grillparty auf besonders herzliche Weise sichtbar.
Eichenzell lebt Inklusion seit Jahrzehnten
Die Eichenzeller DRK-Gruppe ist sehr aktiv und trifft sich regelmäßig einmal im Monat zu einem geselligen Beisammensein. Dabei stehen immer wieder unterschiedliche Aktivitäten und gemeinsame Erlebnisse auf dem Programm.
Besonders erfreulich ist, dass sich immer wieder Privatpersonen, Familien und Unterstützer bereit erklären, die Gruppe einzuladen und gemeinsam mit ihr besondere Stunden zu verbringen. Dadurch entstehen Begegnungen, die weit über den jeweiligen Nachmittag hinauswirken.
Diese Bereitschaft zur Unterstützung ist ein wertvoller Bestandteil der Eichenzeller Behindertenarbeit und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Inklusion auf örtlicher Ebene funktionieren kann.
Seit Jahrzehnten wird in Eichenzell auf diese Weise ein Miteinander gepflegt, bei dem Menschen mit Behinderungen selbstverständlich dazugehören.
Viele ehrenamtlich Engagierte und Unterstützer tragen dazu bei, dass Begegnungen möglich werden und die Mitglieder der Gruppe aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Ein herzliches Dankeschön – und eine Einladung für die Zukunft
Mit vielen schönen Eindrücken und bester Laune verabschiedeten sich die Gruppenmitglieder nach einem rundum gelungenen Nachmittag.
Die Familien Weber und Dehler machten dabei bereits deutlich, dass die Eichenzeller DRK-Gruppe auch künftig jederzeit herzlich willkommen ist.
Für die Mitglieder war diese Aussicht eine besondere Freude. Denn eine solche Einladung zeigt, dass aus einzelnen Begegnungen im Laufe der Jahre echte Verbundenheit und Freundschaft entstehen können.
„Vielen Dank für diesen wunderschönen Tag, die herzliche Gastfreundschaft und die gelebte Inklusion!“ Dieses Dankeschön der DRK-Gruppe gilt den Familien Weber und Dehler sowie allen, die dazu beigetragen haben, dass dieser Nachmittag zu einem besonderen Erlebnis wurde.
Es sind eben oft die einfachen Dinge, die eine große Wirkung entfalten: zusammensitzen, miteinander reden, gemeinsam lachen, singen, essen, helfen und füreinander da sein.
Nächstes besonderes Erlebnis steht bereits bevor
Und auch auf das nächste gemeinsame Erlebnis darf sich die Eichenzeller DRK-Gruppe bereits freuen: Am 19. September 2026 ist die Gruppe von Landtagsabgeordnetem Sebastian Müller zu einem Besuch in den Hessischen Landtag nach Wiesbaden eingeladen.
Die Mitglieder freuen sich schon sehr auf diesen besonderen Ausflug und die damit verbundene Möglichkeit, Politik und parlamentarische Arbeit unmittelbar kennenzulernen.
Auch ein solcher Besuch ist ein wichtiger Bestandteil von Teilhabe. Denn Menschen mit Behinderungen gehören selbstverständlich in die Mitte der Gesellschaft – und damit auch dorthin, wo politische Entscheidungen getroffen und gesellschaftliche Weichen gestellt werden.
Die zahlreichen Aktivitäten der Eichenzeller DRK-Gruppe machen deutlich: Inklusion lebt von Begegnungen. Sie lebt von Menschen, die sich engagieren, Türen öffnen und miteinander statt nebeneinander leben.
Der Grillnachmittag bei den Familien Weber und Dehler war dafür ein wunderbares Beispiel – ein Nachmittag voller Herzlichkeit, Lebensfreude und gelebter Gemeinschaft.





