Am Sonntag, den 20. September 2026, lädt der CDU Ortsverband Geisaer Land zu einer besonderen geführten Wanderung nach Reinhards ein. Im Mittelpunkt steht die Geschichte der ehemaligen Region im Sperrgebiet mit Reinhards, als einst westlichster Ort des ehemaligen Warschauer Paktes.
Start der etwa sechs Kilometer langen Wanderstrecke ist um 13 Uhr an der „Heile Schern“ in Spahl. Von dort geht es zunächst zur Spahler Hütte. Hier berichtet Maria Laslop, gebürtig aus Spahl und heute in Geisa wohnhaft, über die Geschichte der Region.
Anschließend geht es weiter über den Jakobshof. Bei einem kurzen Zwischenstopp gibt es spannende Informationen zur Historie des verlassenen Gehöftes. Über den Totenweg führt die Strecke schließlich nach Reinhards.
Der Ort war einst der westlichste Ort des ehemaligen Warschauer Paktes und lag unmittelbar an der ehemaligen innerdeutschen Grenze im einstigen 500-Meter-Sperrgebiet. Von den früher mehr als 100 Einwohnern leben heute noch 16 Menschen in Reinhards.
An der Kapelle „Maria Heimsuchung“ in Reinhards gibt Edmund Wassermann Informationen zur Geschichte des Ortes und des kleinen Gotteshauses. Weiter führt die Wanderung zum Friedenstisch mit Friedensskulptur, gleich in der Nähe des Dorfes.
Dort steht die Grenzgeschichte mit ihren persönlichen Schicksalen im Mittelpunkt. Maria Laslop berichtet über die Fluchten sowie über die Zwangsevakuierung und die Schikanen der Bevölkerung im Sperrgebiet durch das DDR-Regime. Den Abschluss bildet der Besuch am Wassermannshof. Dort begrüßt Inhaber Sebastian Wassermann die Wandergruppe.
Bei Essen und Getränken besteht Gelegenheit, die Eindrücke der Wanderung gemeinsam ausklingen zu lassen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Rückfahrt ist ab 16.30 Uhr mit einem Shuttlebus möglich.
Die geführte Wanderung verbindet regionale Geschichte und persönliche Erinnerungen an eine Zeit, deren Spuren bis heute sichtbar sind. Anmeldungen zur geführten Wanderung sind nicht notwendig, die Teilnahme ist kostenfrei.


