Ein Jahr später: Am Graswald in Kaltensundheim kann jetzt gebaut werden

Gastbeitrag von Daniel Möllerhenn

Vor gut einem Jahr kam es zu einem ungewöhnlichen Weg zur Schaffung neuer Bauplätze in Kaltensundheim: Private Grundstückseigentümer und Bauherren hatten sich gemeinsam mit der Stadt Kaltennordheim zu einer Erschließungsgemeinschaft zusammengeschlossen. Nun ist das Vorhaben abgeschlossen.

Ende August wurde die Fertigstellung des nächsten Abschnitts der Erschließung im Wohngebiet Am Graswald im Rahmen des alljährigen Straßenfests gefeiert – und auf den Grundstücken kann gebaut werden.

Wo vor einem Jahr noch eine geschotterte Zufahrt über die Wiese führte, ist heute ein vollständig erschlossenes Stück Wohngebiet entstanden. Straße, Trinkwasser- und Abwasserleitungen, Energieversorgung, Glasfaser sowie die Voraussetzungen für die TV-Versorgung sind hergestellt.

Lediglich der bei den Bauarbeiten angefallene und vor Ort zwischengelagerte Aushub muss noch abgefahren und deponiert werden. Diese Restarbeiten sollen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

Damit findet ein Projekt seinen erfolgreichen Abschluss. Weil die Stadt angesichts ihrer finanziellen Möglichkeiten die Erschließung nicht allein vorantreiben konnte, hatten private Eigentümer und Bauwillige gemeinsam mit der Stadt Kaltennordheim einen anderen Weg gewählt: Sie gründeten eine Erschließungsgemeinschaft und nahmen Planung, Ausschreibung und Umsetzung gemeinsam in die Hand.

Nach den notwendigen Vorbereitungen und der Ausschreibung wurden die eigentlichen Erschließungsarbeiten im ersten Halbjahr 2026 begonnen. Innerhalb von rund drei Monaten entstand die komplette Infrastruktur für die neuen Baugrundstücke.

Federführend bei der Bauausführung war die STRABAG, die die Arbeiten nach Angaben der Erschließungsgemeinschaft nicht nur in hoher Qualität, sondern auch in besonders kurzer Zeit umsetzte. Dadurch konnten die Einschränkungen für die bereits im Wohngebiet lebenden Anwohner auf einen vergleichsweise kurzen Zeitraum begrenzt werden.

Gemeinschaftsprojekt mit rund 350.000 Euro Investitionsvolumen

Zum Abschluss der Arbeiten kamen Eigentümer, Bauherren, Beteiligte und Anwohner vergangenen Samstag zu einem Straßenfest im Baugebiet zusammen. Es war zugleich Gelegenheit, all jenen zu danken, die das Projekt in den vergangenen Monaten begleitet haben.

Der Ortsteilbürgermeister Adrian Schmuck übergab entsprechend als Zeichen des Danks einen Korb mit lokalen Spezialitäten and die Erschließungsgemeinschaft.

Insgesamt investierte die Erschließungsgemeinschaft rund 350.000 Euro in die Erschließung des Gebietes. Eine Besonderheit des Projektes war dabei nicht nur die gemeinsame Finanzierung durch private Eigentümer, Bauherren und die Stadt, sondern auch die Organisation in Eigenregie: Die kaufmännische Projektleitung und Koordination übernahm die Erschließungsgemeinschaft selbst.

Die technische Projektleitung, Bauüberwachung und fachliche Begleitung lagen beim Ingenieurbüro Prova aus Erfurt, dem ein besonderer Dank der Erschließungsgemeinschaft gilt. Besonders dankt man Michael Grob, der das Projekt vor Ort begleitet hat, sowie der Stadt Kaltennordheim mit ihrem Bauamt.

Auch der Stadtrat, der Ortsteilrat und der Ortsteilbürgermeister unterstützten das Vorhaben sowohl während der Vorbereitung als auch in der Bauphase. Ebenso gilt der Dank den beteiligten Bau- und Versorgungsunternehmen wie dem WVS, dem Überlandwerk, der IGEVA (TV) und Circet (Glasfaser) sowie insbesondere der STRABAG als federführendem Bauunternehmen.

Mit dem Abschluss der Erschließung ist nun das erreicht, was vor einem Jahr noch Ziel des ungewöhnlichen Gemeinschaftsmodells war: Aus bislang nicht erschlossenen Flächen sind kurzfristig bebaubare Grundstücke geworden.

Einer der ersten Neubauten bereits in Vorbereitung

Die ersten konkreten Folgen sind bereits sichtbar. Eine der an der Erschließungsgemeinschaft beteiligten Parteien bereitet ihren Hausbau vor. Nach aktueller Planung soll das neue Eigenheim noch vor Jahresende stehen.

Damit bekommt das Wohngebiet nicht nur eine neue Straße und Infrastruktur, sondern auch neue Bewohner. Genau das war eines der wesentlichen Ziele des Projektes: Menschen, die in Kaltensundheim leben oder hierher zurückkehren möchten, tatsächlich die Möglichkeit zu geben, im Ort ein eigenes Haus zu bauen.

Besonders interessant sind die Grundstücke auch deshalb, weil vollständig erschlossene und kurzfristig bebaubare Bauplätze im Stadtgebiet Kaltennordheim und seinen Ortsteilen derzeit nur begrenzt zur Verfügung stehen.

Für das Gebiet Am Graswald besteht zudem ein gültiger Bebauungsplan. Bei Vorhaben, die dessen Festsetzungen entsprechen, kann das Genehmigungsverfahren entsprechend vereinfacht und ein Baubeginn vergleichsweise kurzfristig möglich werden.

Schule und Nahversorgung in wenigen Minuten erreichbar

Auch die Lage gehört zu den Vorzügen des Wohngebietes. Der Graswald befindet sich am westlichen Rand Kaltensundheims mit freiem Blick über den Ort und die umliegende Rhön.

Gleichzeitig liegt das Gebiet nur wenige Gehminuten vom Rhöngymnasium entfernt. Bushaltestelle, Tankstelle und weitere Einrichtungen des Ortes sind ebenfalls fußläufig erreichbar.

Auch bei der Nahversorgung zeichnet sich eine weitere Verbesserung ab: Der ehemalige Supermarkt in Kaltensundheim soll nach derzeitiger Planung noch vor Jahresende wieder seinen Betrieb aufnehmen. Damit würde auch wieder eine Einkaufsmöglichkeit für den täglichen Bedarf unmittelbar im Ort zur Verfügung stehen.

Was vor einem Jahr noch als ungewöhnlicher „Ausweg“ beschrieben wurde, ist damit Realität geworden: Private Bauherren, Grundstückseigentümer und Kommune haben gemeinsam neue Baumöglichkeiten geschaffen – und am Graswald kann nun gebaut werden.

Interesse an einem Baugrundstück?

Interessierte Bauherren können sich an die Stadt Kaltennordheim wenden und sich über die verfügbaren Grundstücke und die weiteren Schritte informieren.

Stadt Kaltennordheim
E-Mail: info@kaltennordheim.de
Telefon: (036966) 77 80