Schlendern, Stöbern & Schlemmen zum Deutsch-Französischen Markt in Bettenhausen

Beitrag von Jeannine Müller

Zum Tag des offenen Denkmals lud der Freundschaftsverein Meyssac e.V. wieder zum legendären deutsch-französischen Markt ins Rhönblick-Dörfchen Bettenhausen ein.

Bereits zum 15. Mal erwartete die zahlreichen Besucher, rund um den Kirchberg, ein vielseitiges Angebot an Kunsthandwerk, Naturprodukten und Kulinarischem aus Deutschland und Frankreich.

Trotz der eher mäßigen Wetterlage, mit einigen kleinen Regenschauern, fanden sich bereits am Vormittag viele Gäste ein und der Besucherstrom riss, zur Freude der Organisatoren, auch im Laufe des Tages nicht ab.

An sage und schreibe 32 Ständen war für jeden Geschmack etwas zu finden und Marktmeisterin Claudia Schott freute sich sichtlich, über die Teilnahme und das umfangreiche Angebot der Händler und das große Interesse der Besucher.

Eine lange Schlange bildete sich erneut vor dem Stand der französischen Freunde aus der Partnergemeinde Meyssac, welche, nach langer Tradition, den weiten Weg über 1200km gerne wieder auf sich genommen hatten.

Mit im Gepäck ihren leckeren Käse, Brot, Wurst, Knoblauch, Öle und noch einiges mehr. Die gingen weg wie warme Semmel, oder besser Croissants.

Natürlich hatte auch die alte Schule, direkt neben der Kirche zum Heiligen Kreuz, zum Tag des offenen Denkmals ihre Türen geöffnet. Im Museum „Ons all Schul“ - im Obergeschoss - konnten Interessierte einen Blick in vergangene Zeiten werfen.

Alte Fotos, Spielsachen, traditionelle Kleidungsstücke, Möbel, Küchen- und Arbeitsgeräte, über viele Jahre liebevoll zusammengetragen, ließen entweder Raum für Erinnerungen oder zum Rätseln, um was genau, es sich hier eigentlich handelt.

Ganz eine Frage des Alters der Besucher. Sogar eine alte Schulbank konnte man an diesem Tag einmal drücken und das Schreiben auf einer Schiefertafel ausprobieren.

Die Bettenhäuser Frauen zeigten zudem wie das Spinnrad und der Webrahmen funktioniert und standen bei Fragen, zur alten Handwerkskunst, gerne Rede und Antwort.

Jeden Mittwoch trifft man sich hier, um die alte Kunst der Weberei, aber natürlich auch die Gemeinschaft und den Austausch miteinander, weiter zu pflegen und zu hegen.

Im Erdgeschoss der alten Schule erwartete die Gäste ein üppiges Kuchen- und Tortenbuffet und so konnte man es sich, mit einer Tasse Kaffee, im Nebenraum gemütlich machen und ins Gespräch kommen. Die Plätze waren heiß begehrt.

Die Organisatoren hatten aber auch für deftige Köstlichkeiten gesorgt: Zwiebelkuchen, verschiedene Brote mit Aufstrichen und Gulaschsuppe rundeten, neben den Fleisch- und Wurstwaren der Fleischerei Spiegel, das Angebot ab.

Auch die Kids kamen mit Softeis und Eis-Slushi ganz auf ihr Kosten und konnten ihre Erlöse vom Kinderflohmarkt, welchen sie eigenständig, auf einer Rasenfläche neben der alten Schule, aufgebaut hatten, gleich wieder unter die Leute bringen.

Mit ausgedienten Schätzen aus dem eigenen Kinderzimmer zeigten schon die Jüngsten hier ihr Verkaufstalent und machten den ein oder anderen guten Tauschhandel untereinander.

So freuten sich Anton und Nino prächtig über die günstig erworbenen Fußball-Sammel-Karten, welche für Anna-Lena eben schon ausgedient hatten. Ganz im Sinne des Flohmarkt-Gedanken.

Die tollen Bremer Stadtmusikanten von der Kirche ließen es schon erahnen: Christophe Caron, der ehemalige Bürgermeister von Meyssac, hatte wieder seinen speziellen „Schrotti-Stand“ oder besser Schrauber-Werkstatt aufgebaut.

Auch dieser hat mittlerweile Tradition in Bettenhausen und so manches Kind hat sicher schon eine ganze Sammlung an Schrottis zuhause.

In einer großen Kiste hatte er allerlei Schrott, Plastik, Holz und ausgediente Alltagsgegenstände gesammelt, um gemeinsam mit den Kindern, zu schrauben, zu tackern und dabei kreative und ganz individuelle Schrottis entstehen zu lassen.

Die Ideen sprudelten nur so aus den Kindern heraus und der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Die Kids wussten meist ganz genau, wie ihr Schrotti am Ende aussehen soll.

Und die Message: Aus scheinbar unnützen Dingen noch etwas Tolles entstehen zu lassen, vor allem mit eigenen Ideen und mit den eigenen Händen, unbezahlbar!