Gastbeitrag von Katja Schramm
Wenn Ekkehard Neubauer von der Rhön erzählt, kommt er aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Seit zehn Jahren ist er regelmäßig in Kaltennordheim zu Besuch, seit der Übernahme der ortsansässigen Bäckerei durch seinen Sohn Markus.
Es seien vor allem "die tollen Menschen, die herrliche Naturlandschaft und die Ausflugsziele", die den 72-Jährigen immer wieder aufs Neue begeistern.
In Bautzen ist Ekkehard Neubauer zuhause, dort wo sich regelmäßig die "Bautzner-Bier-Runde" trifft. Freunde, die bereits zu DDR-Zeiten eng miteinander verbunden waren, sich jederzeit gegenseitig unterstützen und mit Rat und Tat zur Seite stehen in "erlebter und gelebter Freundschaft".
Genau diesen Freunden wollte Ekkehard Neubauer nun die Rhön vorstellen, eine Region, die vielen von ihnen bis heute noch unbekannt war.
"Mit allen möchte ich meine Euphorie für diese wunderbare Gegend teilen."
Da traf es sich gut, dass die "Bautzner-Bier-Runde" in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiert. Anlass genug für die 12 Freunde, gemeinsam die Rhön rund um Kaltennordheim zu bereisen und zu erkunden.
Drei Tage volles Programm, mit einem Rund-um-Rhönpaket, das keine Wünsche offen ließ. Übernachtet wurde im Hotel "Löwen" in Kaltennordheim, dort wo zum "Jubiläumsbierabend" auf 50 Jahre "Bautzner-Bier-Runde" zurückgeblickt wurde.
Mit einem Willkommensplakat und der gehissten "Sachsen-Fahne" fühlten sich die Bautzner Freunde durch die "Löwen"-Gastwirte Horst Dittmar und Christian Goldschmidt-Dittmar herzlich in Empfang genommen.
Auf den Tisch kamen Hirschbraten samt Thüringer Klößen, wie bestellt zum Auftakt die ersten Rhöner Spezialitäten. Solche gab es auch in der Kaltennordheimer Rhönbrauerei Dittmar zu verkosten, nachdem Braumeister Julian Reukauf die begeisterte Bautzner Reisegruppe durch die Brauerei führte.
Abgerundet wurde der kulinarische Exkurs während des dreitägigen Aufenthaltes in der Bäckerei von Markus Neubauer und Kati Neubauer-Schwalbe. Das Bier der Rhönbrauerei gehörte diesmal als Zutat ins Brot.
Selbst gebacken von den 12 Freunden, die das "Bier-Brot" als Geschenk für ihre Ehefrauen mit nach Hause nahmen. Doch zuvor ging es zur großen Rundfahrt durch das Dreiländereck der Rhön.
Noahs Segel, Wasserkuppe, Kreuzberg, Schwarzes Moor und zur Einkehr auf die "Rhönbrise" bei Kaltenlengsfeld, weckte bei herbstlichem Sonnenschein die Reiselust, das Land der offenen Fernen ein weiteres Mal zu besuchen. "Fantastisch und erlebnisreich" sei es gewesen, schwärmt Axel Heidrich.
Und für Horst Mach ist völlig klar, "wir kommen im nächsten Jahr hundertprozentig wieder in die Rhön", mit Ehefrau und Wohnmobil. Damit dürfte Ekkehard Neubauers Wunsch in Erfüllung gegangen sein.
Der Funke der „Rhön-Euphorie“ ist übergesprungen, verbunden mit "unvergesslichen Momenten und Sternstunden für die Ewigkeit", wie er zum Abschied sagte.